Erstellt am 20. April 2016, 06:04

von Monika Freisel

Eine musikalische Zugfahrt. Moderator Herbert Gaar war mit roter Krawatte und Fahrdienstleiterkappe passend ausgerüstet.

Bezirkskapellmeister Manfred Kreutzer nahm vor der Pause die Ehrung einiger Orchestermitglieder vor: Das Leistungsabzeichen in Bronze erhielten Theresa König sowie Katharina Bartl und Helena Lackner. Die Ehrennadel für langjährige Mitgliedschaft beim Blasmusikverband erhielten Philipp Gruber und Nicole Pfeiffer (15 Jahre) sowie Johannes Gruber und Jürgen Gillitschka (25 Jahre). An den Obmann des Blasorchesters, Manfred Loydolt, wurde die Bronzene Ehrennadel für seine zehnjährige Funktionärstätigkeit beim Blasmusikverband überreicht.  |  NOEN, privat

„Mit dem Zug durch die Donaumonarchie“ geleitete das Blasorchester Waidhofen, dirigiert von Kapellmeister Philipp Gruber, sein Publikum im Frühjahrskonzert am vergangenen Samstag. Die passenden Reiseanekdoten steuerte Moderator Herbert Gaar bei, der mit roter Krawatte, Fahrdienstleiterkappe und -kelle adäquat ausgerüstet war.

Die musikalische Bahnfahrt führte durch die k. u. k. Monarchie und begann entlang der Donau mit dem Marsch „Danubia“ von Julius Fucik, führte nach Wien, wo der „Kaiserwalzer“ von Johann Strauß zum Tanzen einlud, in Ungarn konnte man „Östliche Impressionen“ von Benedec Rehuska unter dem Dirigat von Ehrenkapellmeister Johann Stumvoll auf sich einwirken lassen.

Nach der Pause setzte das Jugendblasorchester der Albert Reiter-Musikschule die Reise fort, zweigte jedoch übermütig von der geplanten Route ab, wie „Ein Chinese in Paris“ von Jan de Haan bezeugte. In Skan-dinavien riefen die jungen Musiker dem schlauen Wikingerjungen „Hey, hey, Wickie!“ von Christian Bruhn zu. Wieder in Österreich angelangt, begrüßten sie die Familie Trapp in Salzburg mit „Sound of Music“ von Oscar Hammerstein, und in Ungarn boten sie den „Czardas“ von Jacob de Haan dar, ehe das Blasorchester wieder die Bühne betrat und die Weiterfahrt übernahm.

„Ein Reisetagebuch“ von Manfred Sternberger ließ Landschaften, Burgen und Dörfer musikalisch erleben, dirigiert wurde das Stück von Silvia Jäger. Die Violinistin Barbara Koller begleitete das Orchester auf ihrem Saiteninstrument: Wunderbar elegisch spielte sie Musik von John Williams aus dem Film „Schindlers Liste“, abwechselnd wehmütig und temperamentvoll erklang der „Czardas“ von Vittorio Monti.

Nach Ausschnitten aus dem Musical „Tanz der Vampire“ von Jim Steinman gewährte das in Topform befindliche Orchester dem eifrig applaudierenden Publikum noch zwei Zugaben, mit denen der abwechslungsreiche musikalische Abend endete.

Die Musiker des Blasorchesters Waidhofen:

Die Musiker des Blasorchesters Waidhofen:

  • Kapellmeister und Dirigent: Philipp Gruber
  • Querflöte: Natalie Binder, Theresa Gruber, Lukas Honeder, Brigitte Lemberger, Christina Pfeiffer, Johann Stumvoll
  • Oboe: Anja Loydolt
  • Klarinette: Vanessa Binder, Eva Bräuer, Angelika Breuer, Jürgen Gillitschka, Viktoria Hutter, Theresa König, Heidi Lackner, Philipp Rosenblattl
  • Saxophon: Katharina Bartl, Manfred Bauer, Katharina Hofbauer, Michael Hutter, Helena Lackner, Florian Mayer, Sara-Maria Mühlberger, Yannic Prohaska
  • Trompete/Flügelhorn: Gerhard Diesner, Johannes Gruber, Silvia Jäger, Hermann Preisl, Jakob Rosenblattl, Melissa Zwinz