Erstellt am 15. September 2015, 10:27

von Redaktion Gmünd

Verantwortung gefragt. Initiator Erich Kasses stellt sich in der Nahrungsmittelproduktion gegen den Einsatz von Chemie, Bundesratsabgeordneter Köck hob Wert der Lebensmittel hervor.

Genuss und wertvolle Lebensmittel wie Brot standen im Zentrum der Redner bei der Eröffnung des Genussfestivals am Donnerstag. Im Bild Pfarrer Josef Rennhofer, Bezirkshauptmann-Stellvertreter Markus Peham, Bundesratsabgeordneter Eduard Köck, Bezirksinnungsmeister Erich Kasses, Nationalratsabgeordneter Werner Groiß, Stadtrat Thomas Lebersorger und Vizebürgermeister Gottfried Waldhäusl.  |  NOEN, Hannes Ramharter

Das Genussfestival fand von Donnerstag bis Samstag am Hautptplatz statt, bei der Eröffnung wurden viele Probleme und Eckpunkte bei Lebensmitteln angesprochen.

Initiator Erich Kasses begrüßte die Gäste, für musikalische Umrahmung sorgten die „Klingenden Schreyhälse“ unter der Leitung von Musikschuldirektorin Riccarda Schrey.

Erich Kasses ging auf die Veränderungen in der Nahrungskette ein, bereits vor 4.000 Jahren seien in China erstmals zwei Nahrungsmittel miteinander gegessen worden.

Kasses beschäftigte sich aber auch mit weniger angenehmen Vorzeichen, wie zum Beispiel dem Eindringen der Chemie in die Nahrung. Dass man aber auch anders produzieren kann, habe er im Rahmen des „Health Bread“ Projektes der EU bewiesen. „Brot aus Sauerteig bringt auch einen positiven Effekt für die Gesundheit“, ist Kasses überzeugt.

Stadtrat Thomas Lebersorger bezeichnete die Auswahl des Veranstaltungsortes als bewusstes Zeichen für die Innenstadt, bezeichnete die Waldviertler Kleinbetriebe als „Bollwerk gegen die Abwanderung“ und forderte die Konsumenten auf, bewusst bei den Waldviertler Unternehmern einzukaufen.

Konsumenten sollten bewusst einkaufen!

Vizebürgermeister Gottfried Waldhäusl hob hervor, dass die Veranstaltung bereits Tradition habe, dass sie einem guten Zweck dient und dass dadurch auch die Vermittlung von Werten möglich sei. „Es ist wichtig, an Werten festzuhalten und nicht gegen die Natur Nahrungsmittel herzustellen“, meinte er.

Bezirkshauptmann-Stellvertreter Markus Peham hob das große Leistungsangebot in der Region an Lebensmitteln hervor und appellierte ebenfalls an die Verantwortung der Konsumenten, durch den Kauf regionaler Produkte Arbeitsplätze zu sichern.

„Es ist schön, wenn man hereinkommt und das Brot riecht“, meinte Nationalratsabgeordneter Werner Groiß.

In Vertretung der erkrankten Landesrätin Petra Bohuslav hielt Bundesratsabgeordneter Eduard Köck die Festrede. Er betonte den Wert der Lebensmittelhandwerker, die großen industriellen Betrieben gegenüberstehen. Schließlich hob er das große soziale Engagement von Erich Kasses hervor, der nicht nur die gesamten Einnahmen dieser Veranstaltung dem Kolpingwohnhaus Waidhofen zur Verfügung stellt, sondern dieses seit mehr als einem Jahrzehnt täglich kostenlos mit frischem Brot und Gebäck versorgt.

Abschließend segnete Pfarrer Josef Rennhofer die Lebensmittel und ging in seiner Ansprache auf die Trockenheit des Sommers im Jahr 2015 ein, wodurch es bei vielen landwirtschaftlichen Produkten massive Ernteeinbußen gibt. „Das zeigt auch die Grenzen des Menschen auf“, betonte er.

Die Gesamteinnahmen betrugen 8.300 Euro, 7.500 davon erhalten die Kolpingwohnhäuser Waidhofen, 800 die Albert Reiter Musikschule.