Erstellt am 02. März 2016, 07:24

von Redaktion Gmünd

Kritik an Volksanwalt Fichtenbauer. Landesschulratspräsident Heuras führt Bericht an, der Vorwürfe entkräften würde. Fichtenbauer bleibt bei seinem Standpunkt.

Volksanwalt Peter Fichtenbauer sieht sich in seinem Vorgehen bestätigt.  |  NOEN, Hannes Ramharter

Weiterhin Diskussionen gibt es wegen der durch Volksanwalt Peter Fichtenbauer (von der FPÖ nominiert) eingeleiteten Untersuchung, weil in der dritten Klasse der Volksschule acht Kinder durchgefallen sind bzw. die Klasse freiwillig wiederholten.

Der amtsführende Präsident des Landesschulrates für Niederösterreich, Johann Heuras, kritisierte das Vorgehen des Volksanwaltes in der ORF-Sendung „Bundesland heute“. „Es stört und irritiert mich“, meinte Heuras wörtlich und sprach von einem „Schaden für die Schule“. Insbesondere kritisiert der Präsident, dass Fichtenbauer „mit geballter Kraft der Medien“ operiert habe, ohne zu hinterfragen, ohne in der Schule zu recherchieren und ohne beim Landesschulrat Informationen einzuholen.

Heuras: Kein Fehler der Schule oder der Pädagogen

Der Bericht, den Heuras bekommen habe, würde alle Vorwürfe „entkräften“, Heuras sieht keinen Fehler der Schule und schon gar nicht der Pädagogen, betont er. Diese Meinung würde auch Landeshauptmann Pröll teilen, erklärte der Präsident.

Volksanwalt Peter Fichtenbauer, der aus Groß Siegharts gebürtig ist, sieht die Angelegenheit nach wie vor anders: „Ich habe viele mündliche und schriftliche Danksagungen bekommen mit dem Tenor, gut, dass sich endlich jemand um diese Angelegenheit kümmert“, erzählt er in einem Telefonat mit der NÖN. Die Tatsache, dass er diesbezüglich auch anonyme Zuschriften bekommen habe, zeige, dass sich die Menschen fürchten.

„Es wäre interessant zu sehen, wie lange bei dieser Sache nur zugeschaut wurde“, meinte der Volksanwalt, der es für wichtig hält, dass er sich daher in Zukunft noch mehr um die Anliegen der Bevölkerung kümmert.