Großtaxen

Erstellt am 21. Oktober 2016, 06:23

von Michael Schwab

Behörde bittet um Hinweise nach Krebssterben. Ermittlungen deuten weiter auf Vergiftung, BH will Verursacher ermitteln.

Fischereivereinsobmann Günther Gratzl mit einigen toten Krebsen, die er im Taxenbach fand.  |  NOEN, Michael schwab

Ob ein Defekt der Kläranlage bei Großtaxen Schuld am Krebssterben haben kann, wollten Leser der NÖN wissen. „Aus meiner Sicht kann ich das als Ursache ausschließen“, erklärt Fischereivereinsobmann Günther Gratzl, der, wie berichtet, die ersten Erhebungen durchführte.

Alles deute nach wie vor darauf hin, dass ein Insektizid Schuld am Sterben der Tiere auf einer Länge von viereinhalb Kilometern, beginnend am Ortsende von Großtaxen hat. Ermittlungen der Bezirkshauptmannschaft sind nach wie vor am Laufen. „Wir haben tote Krebse an die Universität für Bodenkultur in Wien geschickt, um sie dort untersuchen zu lassen. Mittlerweile kann zumindest ein Krankheitsbefall ausgeschlossen werden“, fasst Bezirkshauptmannstellvertreter Markus Peham zusammen.

Da somit die Indizien für eine Fremdeinwirkung sprechen, bittet die Bezirkshauptmannschaft um Hinweise, ob jemand eine absichtliche oder unabsichtliche Einleitung von Giftstoffen beobachtet hat. Dies könne etwa durch das Auswaschen eines Gebindes, welches Spritzmittel enthielt, im oder in der Nähe des Baches geschehen sein.