Erstellt am 29. Oktober 2015, 05:57

von Redaktion Gmünd

Gyn Waidhofen: Frauen wollen weiter kämpfen. Frauen der Bürgerinitiative hörten auch bei der Sitzung zu und klagen über Verhalten mancher Abgeordneter.

Elfriede Monihart, Astrid Bauer, Petra Kapinus, Barbara Resl, Bianca Mellan und Barbara Mezera waren vor dem Eingang zum Landtags-Sitzungssaal mit einem Transparent vertreten.  |  NOEN, Foto: Privat
Mehrere Mitglieder der Bürgerinitiative gegen die Schließung der Geburtshilfeabteilung am Landesklinikum Waidhofen waren am Donnerstag zur Landtagssitzung nach St. Pölten gefahren.
Dort informierten sie zuerst Landesrat Karl Wilfing über die Anzahl der Unterschriften, die bis zu diesem Zeitpunkt gegen die Schließung eingegangen sind: Es waren zu diesem Zeitpunkt rund 15.400, nun dürften es bereits 16.000 sein.

x  |  NOEN, privat


Bei dieser Gelegenheit wurde auch ein Scheck über 1.784,44 Euro an die Selbsthilfegruppe „Windrad“ übergeben, die Eltern verstorbener Kinder unterstützt. Das Geld war bei der Demonstration gegen die Schließung zusammen gekommen.

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Dritter Grund für die Reise war das Zuhören bei der Landtagssitzung. „Es war bedrückend, beschämend und ein tiefer Schlag in die Magengrube“, erzählt Petra Kapinus aus Weikertschlag. Hinter den Frauen sei die Polizei gestanden. Wir fühlten uns bewacht, obwohl wir sicher nicht in böser Absicht dort waren“, schildert sie weiter.

Besonders empört ist Kapinus darüber, dass einige Abgeordnete die grünen Stimmzettel, die für den Weiterbestand der Geburtshilfe Waidhofen gewesen wären, vor den Zuhören demonstrativ zerrissen hatten, angeblich war da auch ein Abgeordneter aus dem Waldviertel darunter.

Aufgeben wollen die Frauen jedoch weiterhin nicht. Mit „Waldviertel kämpft“ wurde eine neue Facebook-Gruppe ins Leben gerufen. „Wir wollen nochmals alle Kräfte mobilisieren und eine höhere Instanz als den Landtag ansprechen, zum Beispiel den Landeshauptmann“, erklärt Kapinus.

Was sagt Ihr dazu? Stimmt ab!