Gastern

Erstellt am 07. April 2017, 05:41

von Michael Schwab

Becken schützen 68 Objekte vor Wasser. Die beiden Rückhaltebecken für Gastern können um die 13.000 m Wasser fassen.

Das Becken zwischen Ruders und Gastern ist bereits funktionstüchtig: Alfred Kahrer (Abteilung Wasserbau), Franz Maier (Abteilung Wasserbau), Christoph Gierlinger (ÖSTAP Engineering & Consulting GmbH), Bundesratsabgeordneter Eduard Köck, Landesrat Stephan Pernkopf, Bürgermeister Roland Datler und Vizebürgermeister Rainer Winkelbauer bei der Besichtigung der Baustelle.  |  Michael Schwab

Vom Fortschritt der Bauarbeiten am Hochwasserschutz in Gastern überzeugte sich Landesrat Stephan Pernkopf am vergangenen Donnerstag.

Alfred Kahrer von der Abteilung Wasserbau - Regionalstelle Waldviertel erläuterte die Situation in Gastern, wo ein über 100 Hektar großes Einzugsgebiet bei starken Regenfällen die Kapazität des Gerinnes durch den Ort überfordert und zu Überflutungen führt. „In Gastern werden die Wassermassen in zwei Rückhaltebecken gefasst und langsam über das Gerinne abgeführt. Der Vorteil dieser Variante, die im ländlichen Bereich Standard ist, liegt in der Tatsache, dass das Gebiet geschützt wird, und zugleich die natürlichen Wasserläufe erhalten bleiben“, erklärte Kahrer.

Das 7.500 m fassende Becken zwischen Ruders und Gastern ist bereits funktionstüchtig, es fehlen nur noch einige Abschlussarbeiten, die im Frühjahr erledigt werden. Das zweite Becken bei der Siedlung am Ortsanfang, das 5.350 m fassen kann, soll bis Herbst funktionsfähig und bis Jahresende komplett fertig sein.

Auf 100-jähriges Hochwasser ausgelegt

„Insgesamt können die beiden Becken um die 13.000 m Wasser fassen. Sie sind auf ein statistisch hundertjähriges Hochwasser ausgelegt. Für den Katastrophenfall gibt es erosionsgeschützte Notüberläufe mit Ableitungsflächen an der Luftseite der Dämme, die für ein 5.000-jähriges Hochwasserereignis ausgelegt sind“, fasste Kahrer zusammen.

68 Objekte werden auf diese Weise vor Hochwasser geschützt. Von den Gesamtkosten von 750.000 Euro muss die Marktgemeinde Gastern durch Bundes- und Landesförderung nur knapp über zehn Prozent - 84.000 Euro - bezahlen. „Wir investieren pro Jahr 20 bis 25 Millionen Euro für Schutzmaßnahmen im Waldviertel. 20 Projekte sind derzeit in Umsetzung, bis 2023 sind weitere 25 geplant“, hob Landesrat Pernkopf hervor.