Karlstein an der Thaya

Erstellt am 03. November 2017, 04:36

von Michael Schwab

Aufgaben der Jagd haben sich geändert. Bezirksjägermeister sprach die Wichtigkeit eines gesunden und vielfältigen Bestandes und der waidgerechten Jagd an.

Die Jagdhornbläser der Jägerrunde Thayatal umrahmten die Hubertusmesse: Edmund Bind, Anton Weber, Ernst Wagner, Gabriele Janke, Johann Lang, Johann Witzmann und Gabriele Bauer mit Bezirksjägermeister Albin Haidl, Robert Riss, Bezirksjägermeister-Stellvertreter Christian Gissing, Diakon Franz Hadl und Ministrant Alexander Bauer.  |  Michael Schwab

Das „jagdliche Erntedankfest“ feierte die Jägerschaft mit einer Bezirkshubertusfeier am Sonntag.

Aufgrund des stürmischen und regnerischen Wetters fand die Hubertusmesse nicht im Freien beim Hubertusmartlerl, sondern in der Pfarrkirche statt. Diakon Franz Handl zelebrierte die Messe, die von den Jagdhornbläsern der Jägerrunde Thayatal feierlich umrahmt wurde. Anschließend segnete Hadl Jagdhunde und eine Wildstrecke.

„Wir bedanken uns heute bei Gott für die unzähligen schönen Stunden, die wir in unseren Revieren verbringen dürfen, und dafür, dass die Jagd unfallfrei abgelaufen ist“, hob Bezirksjägermeister Albin Haidl in seiner Ansprache hervor. Die Aufgabe der Jagd habe sich gegenüber früheren Zeiten, wo sie rein der Nahrungsbeschaffung diente, deutlich verändert. „Wir müssen heute als Jäger auch für einen gesunden und vielfältigen Bestand sorgen, und darauf achten, waidgerecht zu jagen. Dafür ist auch der Jagdhund wichtig“, erklärte Haidl.

"Die Strecke ist hier seit Jahren rückläufig"

Er fasste auch die Abschusszahlen des Jahres 2016 zusammen. 757 Stück Schwarzwild wurden erlegt - ein gutes Ergebnis, das heuer, so Haidl, möglicherweise noch übertroffen werden kann. Die Hauptwildart im Bezirk ist das Rehwild, von dem 3.153 Stück erlegt wurden. Knapp ein Drittel davon ist allerdings Fallwild, die Hälfte davon durch Unfälle mit Kraftfahrzeugen.

Bei den Feldhasen (1.178 Stück) kamen 514 im Straßenverkehr um. „Die Strecke ist hier seit Jahren rückläufig, vornehmlich aufgrund der Witterung und durch das Raubwild, das mit den geänderten Umweltbedingungen am besten zurechtzukommen scheint“, führte Haidl aus. Deswegen müsse die Raubwildjagd weiter verstärkt werden, wobei die Hauptschwierigkeit hier die Nachtaktivität der Tiere sei.

Zum Schluss hob Haidl noch den Wert des Wildfleisches als gesundes und fettarmes Lebensmittel hervor - wovon man sich nachher beim Wildessen überzeugen konnte.