Windigsteig

Erstellt am 18. August 2016, 03:47

von René Denk

Hilfe für Prosenbauer. Freunde, Verwandte und Nachbarn rufen auf, für den verunglückten 36-Jährigen zu spenden, um bei Hausumbau zu unterstützen.

Familie, Freunde und Nachbarn von Rainer Prosenbauer rufen auf und bitten, für ihn zu spenden. Im Bild zeigen sie den IBAN des Kontos bei der Waldviertler Sparkasse Bank AG. Im Bild: Paul Weber, Georg Weber, Nikola Priemayr, Franz Priemayr und Tristan Prosenbauer (vorne von links) sowie Peter Steinhauer, Gertraud Priemayr, Kerstin Weber, Günther Süß und Wilfried Prosenbauer (stehend).  |  noen, René Denk

Stellen Sie sich vor: Sie sind 36 Jahre alt, arbeiten als Spengler, sind Vater einer achtjährigen und einer fünfjährigen Tochter und sind 2006 erst in ihr neugebautes Einfamilienhaus in Windigsteig eingezogen. Sie sind beliebt und hilfsbereit und verstehen sich mit vielen Menschen in ihrer Umgebung sehr gut.

Und dann kommt der 3. August: Sie führen auf einer Maschinenhalle in Waldhers Dacharbeiten durch und stürzen vier bis fünf Meter in die Tiefe. Erste Diagnose: Eine Querschnittslähmung ist wahrscheinlich. Dem Windigsteiger Rainer Prosenbauer passierte genau das.

Seine Verwandten, Nachbarn und Freunde wollen deshalb helfen, wo sie können, und riefen zu einer Spendenaktion auf. Im Garten der Familie Weber in Windigsteig kamen sie zusammen, um gemeinsam aufzufordern, der Familie Prosenbauer finanziell zu helfen.

„Das ist sicher nur ein kleiner Teil, so wie wir jetzt beisammen sitzen. Hinter ihm stehen viel mehr Menschen. Er ist überall beliebt und hat auch überall und bei sehr vielen Menschen mitgeholfen“, erklärte Franz Priemayr.

Haus muss schnell barrierefrei werden

„Die Ärzte sagen, dass er ab dem Bauchnabel abwärts gelähmt bleiben wird. Aber die Hoffnung stirbt zuletzt“, sagte Peter Steinhauer. Bruder Wilfried Prosenbauer meinte im Gespräch: „Es geht ihm den Umständen entsprechend gut. Er geht davon aus, dass er mit dem Rollstuhl nach Hause kommen wird und will schnell mit den Umplanungen für das Haus beginnen.“

Das Haus hat Hanglage und Stufen. Die Garage ist ebenerdig befahrbar, dann müsste Rainer Prosenbauer über das Erdgeschoß ins Obergeschoß, um ins Schlafzimmer zu kommen. „Der Umbau wird viel Geld kosten. Abgesehen davon muss man ein neues behindertengerechtes Auto kaufen und mit einem geringeren Einkommen rechnen.

Es geht darum, dass er sich ohne Hilfe außerhalb und innerhalb des Hauses fortbewegen kann“, beschrieb Freund Georg Weber die Motivation, das Spendenkonto für Prosenbauer einzurichten.

Familie, Freunde und Nachbarn sind sich einig: „Es wird soviel gespendet. Warum nicht einmal auch für etwas Sinnvolles in der Region? Hier wird die Hilfe jetzt gebraucht!“