Erstellt am 10. März 2016, 08:39

von Beate Schlüter

Irmgard Griss in der HAK Waidhofen. Schüler hatten die Präsidentschaftskandidaten eingeladen, Irmgard Griss kam tatsächlich nach Waidhofen. Sie forderte auf, vom Wahlrecht Gebrauch zu machen.

Schulsprecher Jakob Müssauer, Präsidentschaftskandidatin Irmgard Griss und Direktor Johann Lehr nach der Informationsveranstaltung.  |  NOEN, Beate-Maria Schlüter

Vergangenen Donnerstag fand an der HAK/HAS Waidhofen ein politischer Informationstag statt. Dieser wurde von der Schülervertretung und der Lehrerin Martina Dorfinger initiiert, und Schulsprecher Jakob Müssauer hatte dazu die Präsidentschaftskandidaten Griss, Hofer, Hundstorfer, Kohl und Van der Bellen eingeladen. Wie er bei der Eröffnungsrede betonte, war Irmgard Griss die Einzige, die sich bereit erklärte nach Waidhofen zu kommen um mit den Schülern in den Dialog zu treten.

Persönlichkeiten direkt zu den Schülern bringen

Direktor Johann Lehr betonte in seiner Ansprache, dass es heute sehr wichtig sei, im Zuge politischer Bildung auch Persönlichkeiten direkt zu den Schülern zu bringen.

Die Veranstaltung war in drei Teile gegliedert. Im ersten Teil gab Irmgard Griss ein 30-minütiges Impulsreferat, dann konnten die Schüler Fragen stellen und als Abschluss konnten sich die Schüler mit der Präsidentschaftskandidatin fotografieren lassen und einzeln in Kontakt treten.

„Wer nicht wählt, für den wird gewählt“

Griss erzählte aus ihrem Leben, über ihre Matura an der HAK Graz und ihre Motivation für ihr Jus-Studium. Weiters betonte sie, dass sie immer schon ein politisch interessierter Mensch war. Sie erklärte das Amt des Bundespräsidenten, veranschaulichte wichtige Dinge für die Ausübung dieses Amtes und erläuterte warum es für jeden einzelnen Staatsbürger wichtig sei, von seinem Wahlrecht Gebrauch zu machen. Griss forderte die Schüler auf, sich im Vorfeld genau über die Kandidaten zu informieren und auch Informationsquellen kritisch zu hinterfragen. Mit dem Zitat „Wer nicht wählt, für den wird gewählt“, motivierte sie die Schüler von ihrem Grundrecht Gebrauch zu machen.

Im zweiten Teil stellten die Schüler Fragen zu verschiedensten Themen. Die Schüler erfragten die Motivation für die Kandidatur, drei Dinge, die sie sofort verändern würde, ihre Gedanken zur Flüchtlingssituation oder zur Bildungsreform, ihre Definition von Neutralität oder Pläne, wie man Jugendlichen Politik schmackhaft machen kann.