Erstellt am 02. Dezember 2015, 05:23

von Redaktion Gmünd

"Jahr des Sparens" in Waidhofen. Die Stadtgemeinde Waidhofen/Thaya will den Franken-Kredit 2016 komplett abbezahlen. Starke Worte von Vizebürgermeister Waldhäusl.

Rathaus Waidhofen an der Thaya Gemeindeamt  |  NOEN, NÖN

Das Budget der Stadtgemeinde für das kommende Jahr - das erste, das Gottfried Waldhäusl als Finanzreferent erstellte - wurde im Finanzausschuss bereits beschlossen und wird am Mittwoch dem Stadtrat vorgelegt.

„Es wird ein Jahr des Sparens“, kündigt Waldhäusl im NÖN-Gespräch an, der in die Budgeterstellung alle Gemeinderatsfraktionen eingebunden hatte. Gründe dafür sind in erster Linie die Brunnensanierung, die Stadtmauer-Sanierung und die Verteuerung beim Hochwasserschutz, die nicht budgetiert waren.

Ertragsanteile sinken

Die Grundproblematik ist, dass die Ertragsanteile, aus denen die Gemeinde Geld einnimmt, sinken und die Leistungen der Gemeinde steigen. So wird zum Beispiel die Kindergartenbetreuung nicht mehr in vollem Ausmaß ersetzt.

Der auf die Krankenhaus-Übergabe an das Land zurückgehende Franken-Kredit soll 2016 komplett ausbezahlt werden. Seit der Übergabe des Krankenhauses an das Land hatte die Gemeinde fast acht Millionen Euro Kosten - „da haben selbst die unfähigsten roten Gemeinden damals besser verhandelt als Waidhofen“, meint Waldhäusl dazu provokant. „Das ist, wie wenn man ein Auto verkauft und die Leasingrate weiter bezahlt“, legt er nach. Durch die Kursentwicklung beim Franken habe die Gemeinde zusätzlich einige hunderttausend Euro verloren. „Das muss endlich abgeschlossen werden!“ schließt der Vizebürgermeister.

Betriebserweiterung beim Lagerhaus

2016 wird trotz des Sparens die Betriebserweiterung beim Lagerhaus mit Anbindungsstraße durchgeführt, auch der Startschuss für die Aufschließung des Siedlungsgebietes „Heimatsleitn“ (früher Mühlen und Höfe) wird erfolgen. „Spätestens 2017 wollen wir dort den ersten Bauplatz verkaufen“, ist Waldhäusl optimistisch.

In Summe wird das Budget für 2016 einen Abgang von rund 400.000 Euro aufweisen, der für dieses Jahr vom Land ersetzt wird. „Nur so haben wir 2017 wieder eine Finanzspitze, um dann wieder ausgeglichen bilanzieren zu können!“