Erstellt am 20. Mai 2016, 04:04

von René Denk

Johann Fenz zeigt weibliche Ästhetik. Aktaufnahmen werden in der Galerie Lindenhof gezeigt, Models durch Lichtstimmungen immer wieder anders im Bild.

„kontAKTe - die Ästhetik des Weiblichen“ heißt die neue Fotoausstellung von Johann Fenz, die in der Galerie im Lindenhof am 12. Mai eröffnet wurde. Im Bild: Vizebürgermeister Leo Witzmann, Kulturstadträtin Margit Auer, Bürgermeister Rudolf Mayer und Fotograf Johann Fenz.  |  NOEN, René Denk

"kontAKTe - die Ästhetik des Weiblichen" heißt die neue Fotoausstellung von Johann Fenz, die in der Galerie im Lindenhof am 12. Mai eröffnet wurde.

Bürgermeister Rudolf Mayer begrüßte viele Gäste zur „außergewöhnlichen und besonderen“ Ausstellung. Ihn freute es, dass Lehrerkollege Fenz mit seinen Akt-Aufnahmen viele Menschen zur Vernissage locken konnte und dankte Kulturstadträtin Margit Auer für die Organisation.

„Wenn man Menschen fotografiert, dann kommt man irgendwann auch zum Thema Akt“, erklärte Fenz, der keinen künstlerischen Anspruch stellt. „Ich brauche mich für die Bilder, die ich mache, nicht genieren. Es sind schöne Bilder“, meinte der ambitionierte Hobbyfotograf bei der Vernissage. In der Kunst komme Nacktheit immer schon vor, es liege große Ästhetik in ihr.

"Wenn man ins Schwitzen kommt,
dann aus technischen Dingen“

Als Hobbyfotograf sei es besonders wichtig, bei dieser Arbeit absolute Ehrlichkeit gegenüber der Familie zu beweisen, meinte Fenz, der dabei seiner Frau für ihr Verständnis dankte.

Die Aktfotografie hätte noch immer etwas „Anrüchiges“ an sich: „Glauben sie mir, man hat da so viel mit Lichteinstellungen und anderen technischen Dingen zu tun - das spielt sich auf einer ganz anderen Ebene ab. Wenn man ins Schwitzen kommt, dann eben aus diesen technischen Dingen“, sorgte Fenz für viele Lacher im Publikum.

Insgesamt zeigt Johann Fenz 50 Akt-Bilder in der Lindenhof-Galerie. Dabei präsentiert sich Fenz mit sehr breitem Fotografie-Stil. Er spielt mit verschiedenen Lichtstimmungen, lässt die Models auf viele Weisen posieren, nimmt dazu immer wieder andere Blickwinkel ein und integriert die Models in unterschiedlichste Kulissen - vom Schrottplatz über abbruchreife oder neue Hallenbäder bis hin zum Hotelzimmer.

Das vielschichtige Repertoire erklärt sich dadurch, dass Fenz auf seine Modelle stark eingeht. Er sucht die Ästhetik in der Abstimmung von Kulisse, Modell und ihrer natürlichen Art, sich vor der Kamera zu präsentieren. „Es muss die Wellenlänge zwischen dem Fotografen und seinem Modell passen. Sonst macht das keinen Sinn“, lautet sein Credo. Die Ausstellung ist noch bis zum 29. Mai samstags von 14 bis 16 Uhr und sonntags von 10 bis 12 und 14 bis 16 Uhr oder gegen telefonische Voranmeldung unter 02846/365-20 zu besichtigen.