Kautzen

Erstellt am 26. Januar 2017, 04:10

von Hannes Ramharter

Herka feiert heuer 90 Jahre . Erinnerungsgegenstände gesucht, auch Investitionen für die nächsten Jahre sind geplant.

Thomas Pfeiffer an einem Webstuhl, der gerade einen Werbeartikel produziert.  |  HERKA

2017 wird ein besonderes Jahr für die Frottierweberei Herka. Die Firma, die mittlerweile in der vierten Generation geführt wird, feiert heuer ihr 90-jähriges Bestandsjubiläum.

Herka erzeugt heute alle wesentlichen Frottierprodukte, von Waschlappen über Handtücher bis zu Bademänteln und erledigt jede Menge Sonderanfertigungen, zum Beispiel für die Werbeartikelbranche.

Das bringt Geschäftsführer Thomas Pfeiffer zum Wesentlichen: „Wir sind in der Produktion extrem flexibel, wir können zum Beispiel auch dann liefern und produzieren, wenn es eng ist, etwa vor Eröffnung der Wintersaison in den österreichischen Schigebieten rund um Weihnachten.“ Und das führt Pfeiffer zu einem Alleinstehungsmerkmal für seinen Betrieb: „Wir können unseren Kunden auch geringe Mindestmengen anbieten!“

Bau auf „grüner Wiese“ richtige Entscheidung

Unternehmerischer Weitblick war bei Herka immer schon vorhanden. Als die Firma an ihrem ursprünglichen Standort in Frühwärts aus den Nähten platzte, kaufte man einen auslaufenden Betrieb in Kautzen, in dem heute der Shop untergebracht ist, und als es dort eng wurde, baute man einen neuen Betrieb „auf der grünen Wiese“ unweit des bisherigen.

Damit hat man auch heute noch Expansionsmöglichkeiten, die demnächst wieder genutzt werden sollen. Unternehmerischer Weitblick war es auch, dass Herka eine Färberei in Gmünd erwarb, als der damalige Besitzer Eybl diese schließen wollte. Denn eine Frottierweberei braucht eine Färberei. Die Färberei heißt nun TVG (Textilveredelung Gmünd), die nun für verschiedene Kunden färbt und ausrüstet, knapp 30 Prozent für die Mutterfirma Herka. Und natürlich gibt es jetzt auch in Gmünd einen Herka-Shop.

Bei Herka können auch kleine Mengen produziert werden.  |  HERKA

Natürlich soll das Jubiläum „90 Jahre Herka“ heuer besonders gefeiert werden. Pro Vierteljahr wird es einen „Jubiläumsschwerpunkt“ geben. Im ersten Quartal sucht Herka alles über Menschen, Fotos, Berichte und Gegenstände, die mit der Geschichte der Firma zu tun haben, von Personen, die im Betrieb lange gearbeitet haben bis zu historischen Handtüchern. All diese Dinge will Herka der Öffentlichkeit in moderner Form zugänglich machen.

Menschen, die Erinnerungen an Herka bis in die 1950er Jahre zurück haben, die Erinnerungsgegenstände wie zum Beispiel alte Handtücher, eventuell auch Lochkarten oder Schifferl, besitzen, können sich bei Geschäftsführerin Liselotte Pfeiffer oder bei Veronika Pfeiffer-Gössweiner melden (Tel. 02864/2317 bzw. veronika.pfeiffer@aon.at).

Nächster Ausbau steht vor der Tür

Ende September soll es einen Event geben, wahrscheinlich verbunden mit einem Tag der offenen Tür.

Und dann soll im Jubiläumsjahr auch an die Zukunft gedacht werden. „Herka goes green“ - auf einer Produktionshalle soll eine 60kwp Photovoltaikanlage errichtet werden, die rund zehn Prozent des Strombedarfs der Firma erzeugen soll. Darüber hinaus soll 2018 der nächste Ausbau der Firma entstehen, eine weitere Lagerhalle und ein Bürogebäude sollen errichtet werden.