Erstellt am 14. Mai 2016, 05:24

von Michael Schwab

Von alltäglichen Unzulänglichkeiten. Werke von Eugen Roth wurden mit passender Musik verbunden.

Das k.u.k. Ensemble mit Johann Panzer, Gabi Kramer Webinger, Christina Kramer und Barbara Koller verband Werke von Eugen Roth mit Musik.  |  NOEN, Michael Schwab

Der deutsche Dichter und Lyriker Eugen Roth (1895-1976) stand im Mittelpunkt eines Abends voll anspruchsvollem Humor im Stadtsaal Groß Siegharts am vergangenen Freitag. Das k.u.k. Ensemble, bestehend aus Johann Panzer, Gabi Kramer Webinger, Christina Kramer und Barbara Koller, verband Werke Roths mit passenden Liedern sowie Instrumentalstücken.

„Eugen Roth hat dem Volk aufs Maul und ins Herz hinein geschaut, und die Unzulänglichkeiten des täglichen Lebens humorvoll festgehalten“ erklärte Johann Panzer zu Beginn. Der pensionierte Techniker hat sich im Ruhestand zu Gänze der Musik verschrieben, die schon immer seine wahre Leidenschaft war.

Einzige Sprache, die keinen Dolmetscher braucht

„Ich liebe die Musik über alles und studiere seit zwei Jahren Gesang“, betonte Panzer im Pausengespräch mit den NÖN. Für ihn sei Musik die einzige Sprache, die keinen Dolmetscher braucht. „Das ist mein persönliches Motto“, hob Panzer hervor.

Vor allem die Alt-Wiener Lieder aus der Zeit der Jahrhundertwende haben es ihm angetan. Da war es wenig verwunderlich, dass einige Nestroy-Couplets an diesem Abend ihren Weg auf die Bühne fanden. Christina Kramer begeisterte hier, mal allein, mal im Wechsel mit Panzer, mit ihrer Mezzosopran-Stimme. Panzer gelang es, den oft tiefsinnigen Humor der Roth-Texte, die auf so alltägliche Dinge wie nicht benötigte Theaterkarten oder das Herauswinden aus einer eigentlich unerwünschten Einladung Bezug nahmen, entsprechend zu betonen.