Karlstein an der Thaya

Erstellt am 28. Juli 2016, 06:00

von Michael Schwab

„Café der Begegnung“: Babykleidung gesucht. Karlsteiner Flüchtlinge nutzen wöchentliche Treffen gern, um Anliegen mit freiwilligen Helfern zu besprechen.

Das Café der Begegnung wird von den Asylwerbern gut angenommen: Sonja Amann, Andreas Bartl und Maria Kühtreiber mit Ali Guma Soltani, Hossein Soltani, Mahya Karimi, Leyla Karimi, Amir Karimi, Firozehn Soltani, Suzane Daghestani, Semir Nadat, Sina Nadat, Forghan Nadat, Naima Rahmani, Bilal Rahmani, Shogafa Rahmani, Fatima Ozdoeva, Achmed Ozdoev, Zelim Daev und Ibrahim Daev.  |  Michael Schwab

Ein beliebter Treffpunkt für die Asylwerber in Karlstein ist das wöchentliche Café der Begegnung, das vom Verein „B’sundrig und Freunde“ jeden Mittwoch im alten Postamt organisiert wird.

„In Karlstein sind momentan 23 Asylwerber untergebracht. Der Großteil ist normalerweise bei diesen Treffen dabei, je nach Möglichkeit zu fahren sind auch Leute aus Liebnitz dabei“, fasst Obfrau Sonja Amann zusammen.

Das Café bietet eine gute Gelegenheit, bestimmte Anliegen der Flüchtlinge zu besprechen. „Da geht es zum Beispiel um das Organisieren von Arztbesuchen“, erklärt Amann.

"Je selbstständiger Flüchtlinge werden, desto besser"

Wichtigstes Ziel der ehrenamtlichen Flüchtlingsbetreuung ist es, den Asylwerbern sinnvolle Beschäftigungsmöglichkeiten und einen strukturierten Alltag zu bieten - verbunden mit „Hilfe zur Selbsthilfe“.

„Wir rüsten die Leute immer wieder mit eigenem Werkzeug aus, damit sie ihre Fahrräder selber reparieren können, was wir bisher für sie erledigt haben. Je selbstständiger die Flüchtlinge werden, desto besser“, betont Amann.

Ein Fixpunkt für die Frauen ist das „Nähcafé“, das immer am Dienstag stattfindet. „Die Damen sind sehr kreativ und nähen sich selber Sachen bzw. machen Änderungen“, berichtet Amann.

"Das Schlimmste ist, nichts zu tun"

Zusammen mit den Deutschkursen, die ebenfalls im alten Postamt stattfinden, gibt es von Montag bis Donnerstag stets Aktivitäten für die Asylwerber. „Sie sagen selbst, das Schlimmste ist, nichts zu tun“, hebt Amann hervor.

In Karlstein würde die Einbindung der Flüchtlinge gut funktionieren, so etwa im Bauhof, wo sie immer wieder mithelfen dürfen. Ein Asylwerber kümmert sich um die Blumen im Ortszentrum.

Beim Café werden auch Kleidung und Alltagsgegenstände an die Flüchtlinge übergeben. „Aktuell brauchen wir dringend Babykleidung, da es bald Nachwuchs geben wird.

Was auch immer gefragt ist, sind Nähmaschinen und Zubehör und wegen dem Schulanfang im September auch Schultaschen“, ersucht Amann die Bevölkerung um Sachspenden.