Kautzen

Erstellt am 11. November 2017, 05:45

von Hannes Ramharter

Firma "Der Automat" bringt High-Tech dank Glasfaser. Firma „Der Automat“ will Großanlagen für rund um die Uhr betriebene Geschäfte und Abholstationen sowie Kleinlageranlagen entwickeln.

Roman Harrer sorgt im Gasthaus seiner Eltern in Illmau für High-tech-Leben.  |  privat

Nicht zuletzt die in Kautzen bereits vorhandene Glasfaser-Technologie machte es dem gebürtigen Kautzener Roman Harrer möglich, im ehemaligen Gasthaus seiner Eltern in Illmau eine High-Tech Firma zu etablieren.

Mit Automaten wie diesem will die Firma „Der Automat“ von Kautzen aus den Markt erobern.  |  privat

Die Firma existiert seit 2011, erste Geräte wurden für den Verkauf von Auto-Ölen oder auch für den beschränkten Verkauf von Medikamenten in Apotheken entwickelt. Weitere Spezialgeräte folgten, zum Beispiel ein Automat, der Laufschuhe für bestimmte Personen ausgibt bzw. auch ein Automat, der auf einer Laufstrecke die Sportler mit Mineralwasser versorgte.

Die Firma „Der Automat“ stellt sowohl die Software als auch die Hardware für ihre Automaten her. Eines der Ziele ist eine Großanlage, zum Beispiel in Schaufenstern von Einkaufszentren, wodurch ein rund um die Uhr betriebenes Geschäft entstehen könnte.

Bereits bestehende Verkaufsautomaten, hauptsächlich für Zigaretten und Getränke, sind nicht richtig digital, das bedeutet, dass die Firma „Der Automat“ auf der Suche nach einem Betriebssystem ist, das ermöglicht, kompatibel zu sein.

Petra Marada-Seletzky fungiert bei „Der Automat“ ebenfalls als Geschäftsführerin.  |  privat

Roman Harrer könnte sich vorstellen, dass auf diese Art und Weise intelligente Klappfachsysteme gebaut werden, die eine Reihe von Möglichkeiten bieten. So könnte eine Abholstation entstehen, die einerseits die Lieferung von im Internet bestellten Waren erleichtert, andererseits aber auch ermöglicht, dort Fehlbestellungen wieder zurückzuschicken.

Harrer möchte Stationen entwickeln, die auf Sicht flächendeckend aufgestellt werden. Ihm schwebt vor, dass diese Stationen nicht nur von einem Anbieter (zum Beispiel der Post), sondern von allen Anbietern am Markt genützt werden. „Dann würden nicht so viele verschiedene Kasterln die Landschaft stören!“, meint er. Durch dieses System sieht Harrer auch eine Möglichkeit, die Nahversorgung im ländlichen Raum aufrecht zu erhalten.

Im industriellen Bereich könnte man durch ähnliche Automaten „Kleinlageranlagen“ schaffen, wo einerseits die Lieferanten diese Anlagen bestücken, andererseits der Automat ständig den Lagerbestand kennt, ein Nachfüllen organisieren kann und auch der Firma meldet, wer wie viel Material zu welchem Zeitpunkt verwendet hat.

Die Firma beschäftigt zehn Personen und will weitere zwei Jungingenieure aufnehmen.