Kautzen

Erstellt am 09. Juli 2016, 07:08

von Michael Schwab

Neuer Brunnen in Prüfung. 51 Meter tiefer Bohrbrunnen könnte Versorgung verbessern, allerdings wären auch Investitionen in Aufbereitung nötig.

 |  APA (dpa)

Über einen neuen Bohrbrunnen zur Verbesserung und Sicherstellung der Wasserversorgung berichtete Bürgermeister Manfred Wühl in der Gemeinderatssitzung vom 30. Juni.

„Wir warten noch auf das letzte Ergebnis des Pumpversuchs. Aufgrund der Tiefe ist der Eisen- und Mangangehalt des Wassers ein Problem. Eine Aufbereitung mit einer Filteranlage ist daher nötig. Auch die bestehende UV-Anlage zur Entkeimung entspricht nicht mehr dem Stand der Technik und muss erneuert werden“, fasste Wühl zusammen.

120.000 Euro Kosten

Rund 120.000 Euro wird die Ertüchtigung der Wasseraufbereitung kosten. „Wir brauchen das Wasser“, stellte Wühl klar. Der Bohrbrunnen ist 51 Meter tief, liefert pro Sekunde 0,85 Liter Wasser und dies relativ kon stant.

Im Gegensatz dazu können die Zeiner- und Österreicherquelle in guten Zeiten bis zu vier Liter pro Sekunde liefern, derzeit liege die Leistung aber, so Wühl, nur bei eineinhalb bis zwei Sekundenlitern. Da es sich um seichte Quellen handelt, gibt es niederschlagsbedingt größere Schwankungen.

„Der neue Brunnen könnte bis zur Hälfte des Tagesbedarfs von ca. 120 m decken“, betonte Wühl, und würde damit einen wesentlichen Beitrag zur Sicherung der Wasserversorgung auch in trockenen Sommern leisten.

Bevor die nächsten Schritte erfolgen, muss jedoch noch das Ergebnis der Prüfung abgewartet werden.