Erstellt am 08. April 2016, 06:04

von René Denk

Wasserpreis wird erhöht. Gemeinde arbeitete mit Land einen Betriebsfinanzierungsplan aus, da große Teile der Wasserversorgung in den letzten Jahren erneuert wurden.

 |  NOEN, Bilderbox.com/Erwin Wodicka

Die Erhöhung der Wassergebühren ab Oktober wurde bei der Gemeinderatssitzung vom 29. März beschlossen. Die Wasser-Bereitstellgebühr wird von 16 auf 30 Euro (exklusive 10% USt) pro Jahr und Kubikmeter des Wasserzählers erhöht. Ein privater Haushalt verfügt in Kautzen über einen Drei-Kubikmeter-Wasserzähler, das heißt, dass die Bereitstellungsgebühr von 52,8 auf 99 Euro (inkl.) pro Jahr steigt. Weiters wurde auch der Wasserpreis von 1,43 auf 1,54 Euro (inkl.) pro Kubikmeter erhöht. Ab einer Abnahme von 500 m oder 500.000 Litern im Jahr wird ab dem 501. Kubikmeter nur mehr 1,10 Euro verlangt.

Wassernetz mit über 24 Kilometern

Bürgermeister Manfred Wühl erklärt im NÖN-Gespräch, dass die Gemeinde gegenüber dem Land verpflichtet sei, die Wasserversorgung kostendeckend zu führen. „Wir haben mit der Förderstelle des Landes einen Betriebsfinanzierungsplan ausgearbeitet. Kautzen verfügt über ein sehr langes Wassernetz mit über 24 Kilometern“, so Wühl.

Im Zuge des Kanalbaus der letzten Jahre wurde der überwiegende Teil davon erneuert. Weiters wurden Verbindungsleitungen von Kautzen nach Kleingerharts und Triglas sowie von Kautzen nach Tiefenbach neu gegraben bzw. saniert.

Gemeinde hat über 430 Abnehmer

Über 430 Abnehmer hat die Gemeinde. Der durchschnittliche Wasserverbrauch pro Haushalt liegt bei 80 m³. „Dieser Wert kann aber trügen. Der Durchschnittsverbrauch eines Einfamilienhauses in unserer Gemeinde wird im Schnitt bei 150 m liegen“, meint Wühl.

Dieser durchschnittliche Einfamilienhaushalt bezahlte bisher 214,50 Euro für das Wasser sowie 52,80 Euro Bereitstellungsgebühr; insgesamt: 267,30 Euro im Jahr. Ab Oktober erhöhen sich dann die Kosten für die Familie mit 150 m³ Verbrauch auf 231 Euro plus 99 Euro, gesamt auf 330 Euro für das gesamte Jahr. FPÖ-Gemeinderat Oskar Buschek stimmte in der Gemeinderatssitzung gegen die Erhöhung, alle anderen Gemeinderäte waren dafür.

Die Erhöhung gilt nur dort, wo die Gemeinde die Wasserversorgung regelt, also in Kautzen, Kleingerharts, Triglas, Illmau, Plessberg und Tiefenbach. In Großtaxen und Kleintaxen sowie Engelbrechts regelt den Preis eine Genossenschaft. Radschin und Reinberg-Dobersberg versorgen sich über Brunnen.