Vitis

Erstellt am 15. Juni 2017, 02:40

von Michael Schwab

Neues Auto für Feuerwehr. FF Kleinschönau erhielt 220.000 Euro teures HLF 2, das mit einem 1.200 Liter Tank, Stromerzeuger, Pumpe und Lichtmast ausgerüstet ist.

Nach der Segnung posierte das Kommando der FF Kleinschönau stolz mit den Ehrengästen vor dem neuen Hilfeleistungsfahrzeug: Kommandant-Stellvertreter Günther Wais, Pfarrer Franz Feiertag, Verwalter Christoph Troll, Abschnittsfeuerwehrkommdant Franz Strohmer, Robert Winkelbauer, Christian Panagl, Lisa Wurz, Christoph Höllriegl, Kommandant Franz Scharf, Autopatin Katrin Gindler, Sarah Hofmann, Bezirkshauptmann Günter Stöger, Ulrike Wurz, Bürgermeisterin Anette Töpfl, Autopatin Helga Gindler, FPÖ-Landtagsklubobmann Gottfried Waldhäusl, Stefan Binder, Bezirksfeuerwehrkommandant Oswald Sprinzl, Hermann Kargl und Andrea Scharf.  |  Michael Schwab

Voller Stolz präsentierte die FF Kleinschönau am Sonntag ihr neues Hilfeleistungsfahrzeug (HLF) 2.

„Kommandant Franz Scharf war vor zwei Jahren gesundheitlich angeschlagen im Spital. Als ich ihn fragte, wie es ihm geht, meinte er, ‚ich will nur ein neues Feuerwehrauto‘“, erinnerte sich Bürgermeisterin Anette Töpfl. Scharf setzte sich bei Feuerwehr und Gemeinde mit seinem Wunsch durch. „Lieber Franz, du hast gewonnen, du hast jetzt dein Auto“, merkte Töpfl an.

"Der Erfolg gibt euch recht"

220.000 Euro kostete das Fahrzeug, wovon 50.000 Euro die Gemeinde und 60.000 Euro das Land tragen. Den Rest finanzierte die Feuerwehr selbst. Grundlage des HLF 2 ist ein 250 PS starker Lkw mit Automatikgetriebe, besetzt mit einem Fahrer und einer Mannschaftskabine für acht Mann. Für den ersten Löschangriff steht ein 1.200 Liter fassender Tank zur Verfügung, außerdem verfügt das Fahrzeug über eine Pumpe, einen Stromerzeuger, Lichtmast und weiteres Material, das im Einsatz benötigt wird.

„Ihr verzichtet auf viel Freizeit, aber der Erfolg gibt euch recht. Ihr zeigt, wie ihr helfen könnt, und wie der Zusammenhalt in der Ortschaft funktioniert“, wandte sich Nationalratsabgeordneter Werner Groiß an die Kameraden der FF Kleinschönau.

Überregionale Reserve am „Dreiländereck“

Bezirkshauptmann Günter Stöger wies auf den nötigen Zeitaufwand für die Einschulung am neuen Fahrzeug hin. „Was nützt das beste Auto ohne Leute, die es bedienen können?“, merkte Stöger an.

Bezirksfeuerwehrkommandant-Stellvertreter Oswald Sprinzl erklärte, weshalb es Sinn macht, ein derart großes Einsatzfahrzeug in Kleinschönau zu stationieren. „Wir müssen so ein Fahrzeug als überregionale Ressource sehen. Kleinschönau liegt am ‚Drei-Bezirke-Eck‘ Gmünd, Waidhofen und Zwettl, und das HLF 2 wird daher auch in den Nachbarbezirken eingesetzt werden. Es ist nicht das Auto der FF Kleinschönau, der Gemeinde Vitis oder vom Franz, sondern ein Auto für euch alle, wenn Hilfe benötigt wird“, führte Sprinzl aus. Das bestehende Tanklöschfahrzeug (TLF 1000) bleibt im Bestand, das Kleinlöschfahrzeug scheidet aus.

Besonders groß war die Freude der Wehr über die Spende von 2.000 Euro vom Jugendverein „Dreieck-Jugend Kleinschönau“ für das neue Fahrzeug. Die Walviertler Sparkasse unterstützte den Ankauf mit 250 Euro.