Erstellt am 25. Mai 2016, 05:44

von Redaktion Gmünd

Am Land ist man weniger wert?!. Hannes Ramharter über Spaltungen der anderen Art im Staat.

Das Ergebnis der Bundespräsidentenwahl wird vielerorts als Spaltung des Landes gesehen.
Es ist tatsächlich eine solche, allerdings auch auf einem Gebiet, wo es nicht unbedingt offenkundig ist. Es ist eine Spaltung des Landes in urbanen und ländlichen Bereich.

Diese Spaltung gibt es auch auf vielen anderen Ebenen. Es gibt sie letztlich, weil aufgrund der Arbeitsmarktsituation immer mehr Menschen aus dem ländlichen Raum in den urbanen Bereich ziehen (müssen).
Es gibt sie auch bei der Verkehrs-Infrastruktur: Sowohl Bahn als auch Straße werden schlechter, je weiter man vom Ballungszentrum entfernt ist. Und der öffentliche Verkehr sowieso, was in dünner besiedelten Gebieten verständlich ist.

Es gibt sie auch bei der politischen Vertretung: Je dichter besiedelt ein Gebiet, umso mehr Mandate und Lobby gibt es für dieses Gebiet. Bei der Landtagswahl bekommen bevölkerungsschwache Bezirke oft kein Grundmandat mehr.

Und auch beim Finanzausgleich bekommt man in Großstädten mehr Geld für jeden Bürger als auf dem Land!