Erstellt am 08. Juni 2016, 05:25

von Redaktion Gmünd

Aus Mücke wird kein Elefant. Hannes Ramharter über einen angeblichen Rechtsruck in der Bezirksstadt.

Nach den Turbulenzen rund um die Ferienbetreuung in Waidhofen taucht die Frage auf, wie weit Waidhofen politisch nach rechts gerückt ist.

War es ein Rechtsruck, dass bei der Gemeindratswahl 2015 rund ein Viertel der Waidhofner Wähler FPÖ gewählt hat? Das ist nicht anzunehmen, denn zu sehr hatte sich die mächtige Waidhofner ÖVP zuvor in interne Turbulenzen verstrickt, die dann Dinge aufgezeigt haben, die von der Bevölkerung offenbar nicht goutiert wurden.

War es ein Rechtsruck, dass bei der Bundespräsidentenwahl Norbert Hofer in allen Gemeinden des Bezirkes siegte? Auch das ist nicht anzunehmen, denn Hofer siegte in allen vergleichbaren Gemeinden - in der Bezirksstadt Waidhofen war der Vorsprung am geringsten!

Ist es ein Rechtsruck, dass Kinder Asylsuchender nicht an der Ferienbetreuung teilnehmen dürfen? Ein drittes Mal nein! Waidhofen unterstützt die Arbeit eines Asylkoordinators finanziell - was bei weitem nicht in allen Gemeinden der Fall ist, wo Asylsuchende untergebracht sind. Also keinen Elefant aus einer Mücke machen!