Erstellt am 27. April 2016, 07:34

von Redaktion Gmünd

Es war nicht die Gyn-Schließung. Hannes Ramharter über die Ursachen für das Wahldebakel von SPÖ und ÖVP.

Auf den ersten Blick wäre es mehr als verlockend, das schlechte Abschneiden des ÖVP-Kandidaten Andreas Khol auf die Schließung der Geburtshilfestation in Waidhofen zurückzuführen.

Wenn man das Ergebnis der Bundespräsidentenwahl aber genauer betrachtet, kann man dieser Erkenntnis nicht wirklich Folge leisten: Im Unterschied zu sehr vielen anderen Regionen des Landes schaffte Andreas Khol im Bezirk Waidhofen nämlich den zweiten Platz, schnitt also weitaus besser ab, als in vielen anderen Regionen.

Dass die ÖVP im Bezirk normalerweise weit über 50 Prozent liegt, ist ebenfalls kein Beweis dafür, dass der Protest gegen die Maßnahmen am Krankenhaussektor besonders stark gewirkt hätten, denn in Horn oder Zwettl wurde keine Abteilung gesperrt, und auch dort gab es ein ähnliches Ergebnis.

Gerade deshalb wären ÖVP und SPÖ aber besonders gefordert, Veränderungen einzuleiten, die einmal Verbesserungen und keine Verschlechterungen für die treuesten ihrer Wähler bringen. Erst dann wird sich wieder etwas ändern!