Erstellt am 25. November 2015, 05:18

von Redaktion Gmünd

Gedränge im Ballungsraum. Hannes Ramharter über die nicht zu stoppende Abwanderung.

Oft ist er schon zitiert worden - der breite Gürtel des Wohlstandes - den Bruno Kreisky in den 1970er Jahren für das Grenzland versprochen hatte.

Damals gab es noch den Eisernen Vorhang, und der Wohlstand wollte nicht so wirklich kommen.
Heute wird die Lage des Grenzlandes in Sonntagsreden gerne als „im Herzen Europas“ bezeichnet. Ist also nun der Gürtel des Wohlstands gekommen?

Mitnichten! Die Situation ist dramatischer denn je. Und sie betrifft so ziemlich alle Gemeinden, die direkt an der Grenze liegen, sowohl im Wald- als auch im Weinviertel! Die Abwanderung hält an und es ist oft nur noch eine Frage der Zeit, bis nur mehr im Sommer ständig jemand im Dorf lebt. Kollmitzgraben in der Gemeinde Ludweis-Aigen ist dafür ein gutes Beispiel.

Gibt es einen Ausweg? Leider kaum, es sei denn, irgendwann geht jemandem das Gedränge im Ballungsraum so richtig an die Nerven. Dann zieht er vielleicht an die Peripherie. Und wenn es mehr werden, dann könnte es die Lösung sein.