Erstellt am 10. Dezember 2015, 05:03

von Maximilian Köpf

Gemeinsam ist besser als einsam. Maximilian Köpf meint, dass Spielgemeinschaften für viele Klubs Lebensversicherungen sind.

Nächster Winter, nächster Verein weg. Im Vorjahr stellte Harbach in kluger Voraussicht, aber zum ungünstigsten Zeitpunkt, den Spielbetrieb ein. Diesmal wird nichts eingestellt, aber zusammengelegt. Beide Vereine bleiben erhalten, die Konsequenz für die anderen Klubs ist aber die gleiche.

Auch im Bezirk wird es einige Vereine erwischen – so realistisch muss man sein. Die Mär von der negativen Bevölkerungsentwicklung stimmt für den Bezirk Waidhofen zwar nur bedingt (zwischen 2011 und 2015 verlor er 416 Einwohner – 1,56 Prozent), allerdings starben alleine 2014 immens mehr Menschen (340), als Kinder zur Welt kamen (202). Die Geburtenbilanz ist seit Jahren rückläufig. Junge Menschen werden weniger. Zudem setzen gesellschaftliche Entwicklungen, wie geänderte Freizeitgestaltung oder breiteres Angebot an Sportarten dem Fußball zu.

Spielgemeinschaften werden in Zukunft für viele Fußballvereine im Waldviertel die einzige Möglichkeit sein, am Leben zu bleiben. Seit Jahren geht im Nachwuchsbereich nichts mehr ohne Spielgemeinschaften. Dass die Entwicklung auch auf die Kampfmannschaften überschwappt, ist nur logisch. Ob es jemandem gefällt oder nicht: Er wird sich damit anfreunden müssen. Oder er kann seinem Verein beim Sterben zusehen.