Erstellt am 13. Juli 2016, 04:03

von Hannes Ramharter

Hoffentlich spürt man Lücke nicht. Hannes Ramharter über die Asyldebatte im Stadtsaal Waidhofen.

Wenn man an manchen Stammtischen zuhört, hatte die Debatte über das Asylwesen in Waidhofen viel Brisanz. Dennoch verlief die Diskussion im Stadtsaal über weite Strecken durchaus sachlich. Das lag wahrscheinlich auch daran, dass sich auch die den Asylsuchenden kritisch gegenüberstehenden Anwesenden eigentlich nicht zur Thematik äußerten. Lediglich einer begann zu krakeelen und der wurde von zwei Ordnern relativ rasch aus dem Saal gebracht.

Dass es dennoch Emotionen gab, lag wahrscheinlich an der Persönlichkeit des bisherigen Asylkoordinators Gilbert Brodar, der es sich nicht verkneifen konnte, auf so manche böse Facebook-Kommentare zu seiner Tätigkeit einzugehen.

Dass Brodar dennoch in den letzten Monaten einen hervorragenden Job geleistet hat, ist aber unbestritten. Schließlich gab es sehr wenig bis gar keine „Brösel“, was das Zusammenleben von Waidhofnern und Asylsuchenden betrifft.

Dass Brodar nun aufhört und es bislang keinen Nachfolger gibt, hinterlässt eine Lücke, die man hoffentlich nicht spüren wird.