Erstellt am 21. Oktober 2015, 05:37

von Redaktion Gmünd

Setzt endlich ein Zeichen. Hannes Ramharter über den Kampf gegen die Abwanderung.

Eine Abteilung des Finanzamts Waidhofen wird nach Gmünd transferiert. Das ist nicht einmal für Gmünd ein Grund, sich zu freuen!

Wenn man nämlich die Sache in ihrer Gesamtheit, ohne Kirchturmdenken betrachtet, ist es nur ein weiterer Schritt zur Ausdünnung des Bezirks Waidhofen. Und was passiert, wenn es einem Finanzamts-Vorstand auch zu mühsam ist, nach Gmünd zu fahren, das sieht man jetzt in Waidhofen.

Bundes- und auch Landes-Institutionen hätten eine ganz andere Pflicht: Sie sollten danach trachten, mehr Leben in ausgedünnte Gebiete zu bringen. Mit Breitband und Internet ist es nämlich praktisch völlig egal, wo ein Beamter seine Arbeit verrichtet: In einem überfüllten, um sauteures Geld angemieteten Büro in Wien oder in einem um vergleichsweise läppische Beträge zu bekommenden Büro in Waidhofen an der Thaya.

Nur wenn das einmal passiert, kann man den Beteuerungen der Politiker glauben, dass sie es ernst meinen, tgatsächlich die Abwanderung aus dem Waldviertel effizient zu bekämpfen!