Erstellt am 07. Oktober 2015, 06:07

von Michael Salzer

Torjäger treffen nicht mehr. Michael Salzer über die simplen Gründe für die Raabser Krise.

Das Erfolgsrezept des USV Raabs klingt bzw. klang einfach: Man verpflichte einen hoch-routinierten Spielertrainer, dazu vier starke Legionäre, vermische diese mit den besten Eigenbauspielern zu einer funktionierenden Einheit. Doch nach dem direkten Durchmarsch aus der 2. Klasse Thayatal bis in die Gebietsliga Nordwest/Waldviertel ist der Siegeszug entgleist.

Die wichtigsten Gründe für die aktuelle Erfolglosigkeit sind wohl genau jene, die zuvor auch zu den spektakulären Siegesserien geführt haben: das tschechische Quartett. Tormann Lukas Kucirek, Spielmacher Zdenek Stepanovsky, dazu die Torjäger Michal Stastny (22 Tore in der 1. Klasse) und Marek Fukan (21) waren die überragenden Leistungsträger in der zweiten und ersten Klasse.

Doch in der Gebietsliga stoßen sie an ihre Leistungsgrenzen. Kaum hat man eine Chance vergeben, schlägt es auf der anderen Seite des Spielfeldes ein. Dieses Szenario wiederholt sich Woche für Woche, mit jeder verhauten Chance steigt der Druck. Konkret heißt das: Erst wenn Fukan und Stastny wieder zu netzen beginnen, wird die Raabser Krise beendet sein. Wenn nicht, müssen eben neue „Netzer“ gefunden werden.