Erstellt am 03. Februar 2016, 05:38

von Michael Salzer

Wandervögel ziehen weiter. Michael Salzer über Fußballer, die nur für bare Münze kicken.

Ganz ruhig war die Winterpause bei den Waldviertler Landesligisten, ebenso leise ist das winterliche Transfer-Fenster wieder geschlossen worden. Ordentlich gescheppert hat es hingegen beim Lokalrivalen aus Krems: Torjäger Robert Fekete – der Ungar erzielte in 237 Spielen 233 Tore (!) für den KSC – wechselt ausgerechnet zum schärfsten Rivalen im Titelkampf, noch dazu kostenlos und in der Schlussphase der Übertrittszeit.

Allerdings ist in Krems genau das passiert, womit man eben rechnen muss, wenn man große Stücke setzt auf Legionäre oder andere Wandervögel, die nur für bare Münze kicken: Sie flattern bei der nächstbesten Gelegenheit weiter, zur nächsten, ergiebigeren „Futterstation“.

Egal, in welcher Liga, die richtige Zahl der Legionäre in einer Mannschaft wird immer heiß umstritten sein. Ist man erfolgreich unterwegs, kommt Neid auf: Die sind ja nur so gut, weil sie auf fremde Spieler setzen. Und läuft es mal nicht rund, so heißt es: Weg mit den unnötigen, teuren Kickern!

Im Waidhofner Bezirk funktioniert die Selbstregulierung – kein Klub hat das noch halbwegs gesunde Maß von vier Ausländern überschritten. Siegen um jeden Preis, das ist nicht der Sinn eines Vereins. Essenziell ist eine funktionierende Gemeinschaft – mit Erfolgen als Zugabe, nicht als Grundlage.