Erstellt am 31. Dezember 2015, 04:43

von Gerald Muthsam

Nur, was am besten gefiel. Musikgruppe Karlstein bot ein „best of“ ihrer letzten neun Konzerte. Eine außergewöhnliche Veranstaltung in der Filialkirche Karlstein.

Die Musikgruppe Karlstein mit Bianca Römer, Kristina Gaugusch, Birgit Löffler, Karl Jakubec, Robert Kloiber, Franz König-Serych, Monika Allram, Stefanie Allinger und Michael Hofstätter.  |  NOEN, Gerald Muthsam

Ein teilweise ungewöhnliches Programm, das man bei einer derartigen Veranstaltung vielleicht nicht erwarten würde, wurde von der Musikgruppe Karlstein am 23. Dezember in der Filialkirche geboten.

Begonnen wurde mit einem stimmungsvollen Weihnachtslied, gefolgt von der bekannten Geschichte „Das Mädchen mit dem Schwefelhölzchen“. Die zweite Geschichte „Weihnachten 1946“ sorgte für ein überraschendes Ende mit einem kleinen Raunen der Besucher, denn in der Geschichte wurde versehentlich die Asche des Onkels aus Amerika verkocht, die unbeschriftet in einer Blechdose einem Essenspaket beigelegt war.

Bodenständiges und Heiteres

Während die weiteren Lieder, begleitet von Gitarren, Schlagzeug und Orgel, zum größten Teil klassische Weihnachtslieder waren – mit Ausnahme des erdigen „Weihnachten wie immer“ von Wolfgang Ambros – setzte man bei den Geschichten auf Bodenständiges bzw. Heiteres. In Szenesprache und breitem Wiener Dialekt wurde erzählt, wie Jesus auf die Welt gekommen ist. Beim Gedicht über den Weihnachtspunsch wurde eindrucksvoll geschildert, welche Opfer für gute Zwecke man beim Punschtrinken auf sich nimmt. Um den Abend besinnlich abzuschließen, wurde „Stille Nacht“ in fünf Sprachen dargeboten. Organisator Michael Hofstätter bedankte sich bei den vielen Gästen für ihre Treue und den stetigen Besucherzuwachs in den letzten zehn Jahren.

Die Musikgruppe Karlstein besteht seit 2001 in wechselnder Besetzung. Sie gestaltet rhythmische Messen und organisiert auch Benefizkonzerte. Heuer veranstaltete sie zum zehnten Mal das Weihnachtssingen.

Aus diesem Anlass gab es diesmal nichts Neues zu hören, sondern die Mitglieder wählten aus, was ihnen in den letzten neun Jahren am besten gefallen hatte.