Erstellt am 29. Oktober 2015, 05:02

von Michael Schwab

Mehr Betriebsgebiet für Waidhofen. Lagerhaus wird Baumarkt durch Grundankauf von Gemeinde vergrößern können, auch EKZ kauft Grund an.

Lagerhaus-Geschäftsführer Wolfgang Schüller, Bürgermeister Robert Altschach, Vizebürgermeister Gottfried Waldhäusl und Investor und EKZ-Betreiber Reinhold Frasl vor dem Eingang des Lagerhaus-Baumarktes, der am neuen Betriebsgebietsareal erweitert werden soll.  |  NOEN, Foto: Stadtgemeinde Waidhofen
Nach Verhandlungen bis zur letzten Minute, wie Vizebürgermeister Gottfried Waldhäusl (FPÖ) anführte, wurde in der Gemeinderatssitzung vom 21. Oktober grünes Licht für die Schaffung eines erweiterten Betriebsgebietes um das Lagerhaus gegeben.

Das Lagerhaus kauft von der Stadtgemeinde Waidhofen rund 1,3 Hektar Fläche an, um dort ihren Baumarkt zu vergrößern und den Agrarbereich neu zu ordnen. Frasl kauft eine Fläche von rund 0,36 Hektar zur Abrundung des Einkaufszentrum-Standortes an. Er will dort neue Verkaufsflächen schaffen.

Bedenken der Anrainer werden berücksichtigt

Im Gegenzug tauscht das Lagerhaus eine etwa 0,63 Hektar große Fläche für eine geplante nördliche Anbindungsstraße, die parallel zum Bahngleis verlaufen soll, und den Baumarkt und die neuen Verkaufsflächen des EKZ erschließen soll, womit den Bedenken der Anrainer hinsichtlich des Verkehrsaufkommens Rechnung getragen wird.

Die Stadtgemeinde Waidhofen baut im ersten Abschnitt die neue Straße so weit, dass Frasl und das Lagerhaus ihre Bauvorhaben umsetzen können. Dafür zahlen beide einen Interessentenbeitrag, die Straße bleibt im Eigentum der Gemeinde. Sollten sich weitere Interessenten finden, die auf dem Areal bauen wollen, kann die Straße weitergebaut werden.

"Meilenstein für wirtschaftliche Entwicklung"

„Damit setzen wir einen Meilenstein für die wirtschaftliche Entwicklung Waidhofens“ betonte Bürgermeister Robert Altschach. Für ihn und seine Fraktion sei wichtig gewesen, die Bahnlinie zu erhalten, die gerade durch die Kleinregion von der NÖVOG übernommen wird.

Gemeinderat Herbert Höpfl (IG Waidhofen) lobte das Konzept, das für ihn „Hand und Fuß“ habe, und fügte hinzu, dass es wohl nicht einfach gewesen sei, zu dieser Lösung zu gelangen. Bei der anschließenden Abstimmung wurden sowohl der Abschluss des zugehörigen Vertrages mit Frasl und dem Raiffeisen-Lagerhaus, als auch die damit nötige Änderung des Raumordnungsprogrammes einstimmig beschlossen.

Bürgermeister Robert Altschach rechnet bis Anfang 2016 mit einer Widmungsfreigabe durch das Land NÖ. Damit wäre ein Baustart 2016 möglich.