Erstellt am 27. Januar 2016, 05:33

von René Denk

„Meine Deppensteuer habe ich bezahlt“. FP-Waldhäusl wirft SP vor, vereinbarte Getränkespende nicht zu bezahlen. Pfabigan: „Hat nicht mit Hitz geredet“

Gottfried Waldhäusl ist über die Waidhofner SPÖ schwer verärgert.  |  NOEN, Archiv
Sauer ist Vizebürgermeister Gottfried Waldhäusl (FPÖ). Der Grund: Die SPÖ will eine 300 Euro-Rechnung nicht zahlen.

„Damals haben wir uns überlegt, wie wir die Demonstration gegen die Schließung der Gynäkologie und Geburtshilfe unterstützen können. Alle Fraktionen im Gemeinderat waren sich einig - sogar zweimal! - dass wir Getränke für die Demonstration bezahlen“, erklärt Waldhäusl, der auch vorfinanziert hat.

„Jetzt kann sich Stadtrat Franz Pfabigan (SPÖ) an seine zweimalige Zusage nicht mehr erinnern“, ist Waldhäusl verärgert, dass sich Vertreter aller anderen Fraktionen sehr wohl auch an Pfabigans Zusage erinnern könnten und auch alle anderen Parteien bezahlt hätten. „Ich habe meine Deppensteuer bezahlt - ich unterstütze damit die SPÖ. Auf der Rechnung bleibe ich sitzen. Aber es zeigt, dass diese desolate Waidhofner Partei nicht paktfähig ist. Ich habe mit denen jetzt abgeschlossen“, sagt Waldhäusl im NÖN-Gespräch.

Stimmung bei Gemeinderatssitzung eskaliert

Der Vizebürgermeister will aber SPÖ-Landesparteivorsitzenden Matthias Stadler, Landeshauptmann-Stellvertreterin Karin Renner und Klubobmann Alfredo Rosenmaier einen Brief schreiben: „Ich fordere dabei nicht das Geld zurück. Ich will ihnen nur einen Einblick in das Verhalten ihrer Waidhofner Truppe geben - das ist unhaltbar!“ SPÖ-Stadtrat Pfabigan bestätigt zwar, dass zweimal darüber im Beisein aller Fraktionen gesprochen wurde, aber: „Es hat geheißen, Waldhäusl redet mit den Fraktionsvorsitzenden. Er hat aber mit Andreas Hitz scheinbar zumindest bis kurz vor der Gemeinderatssitzung nicht gesprochen.“

Nach der Gemeinderatssitzung sei die Stimmung dann eskaliert: „Wir sind beschimpft und angeschrien worden, es gab starke verbale Untergriffe von Waldhäusl. So etwas verbitte ich mir, das ist kein Niveau, auf dem man eine Diskussion führen kann“, sagt Pfabigan zur NÖN. Er sei auf diesem Niveau auch für kein Gespräch bereit gewesen.