Erstellt am 26. Februar 2016, 07:29

von Michael Schwab

Für Haselnussöl mit Silber ausgezeichnet. Familie Theurer erzielte bei der ersten Alpe-Adria Ölprämierung den zweiten Platz. Sie produziert nach Bio-Standards.

Die Familie Theurer ist stolz auf die Silbermedaille bei der »1. Alpe-Adria Ölprämierung«: Matthias, Daniela, Manuel, Rita und Herbert Theurer mit Urkunde und Medaille.  |  NOEN, Michael Schwab

Im Haus der Familie Theurer dreht sich alles um die Haselnuss. Die Familie gehört zu den wenigen österreichischen Haselnussbauern. „2008 setzten wir unsere ersten Haselnussbäume. Damals wollte ein Deutscher hier Haselnüsse anbauen, und trat an die Bezirksbauernkammer heran. Es gab dann eine Infoveranstaltung mit großem Interesse, und am Ende blieben fünf Leute, darunter wir, übrig - alle im Bezirk Waidhofen“, erinnert sich Matthias Theurer im Gespräch mit der NÖN.

Auf 3,6 Hektar Fläche setzte die Familie Theurer rund 900 Bäume pro Hektar. Dann hieß es warten, denn brauchbaren Ertrag gibt es erst nach etwa fünf Jahren. „Wir glaubten zu Beginn nicht, dass das gut geht, doch das Projekt entwickelte sich positiv“, erklärt Theurer. Vor allem die Idee, die Haselnüsse zu pressen, um daraus Öl zu gewinnen, entpuppte sich als Erfolgsrezept. „Man kann dieses Öl sehr vielseitig verwenden, für Salate, Süßspeisen, aber auch zum Braten“, weiß Daniela Theurer.

Keine chemischen Spritzmittel

Der Haselnussanbau der Familie Theurer ist zwar nicht bio-zertifiziert, erfolgt allerdings trotzdem nach Bio-Standard ohne Verwendung von chemischen Spritzmitteln. Das zahlte sich nun aus: Bei der ersten Teilnahme an einer internationalen Prämierung erzielte die Familie Theurer mit ihrem Haselnussöl die Silbermedaille.

Matthias Vater Herbert Theurer war im Internet auf die „1. Alpe-Adria Ölprämierung“ aufmerksam geworden. „Das interessierte mich, vor allem, weil bei dieser Prämierung nicht nur der Geschmack, sondern auch die Inhaltsstoffen untersucht wurden. Es war für uns wichtig zu wissen, dass unser Öl frei von irgendwelchen Schadstoffen ist“, erzählt Herbert Theurer.

Waldviertler Klima gut für Haselnüsse

„Diese Auszeichnung ist für uns extrem viel wert. Es hat uns sehr stolz gemacht, bei der ersten Teilnahme so einen Preis abzuräumen“, freut sich Matthias Theurer. Er hat die Erfahrung gemacht, dass das Waldviertler Klima den Haselnüssen zu einem guten Geschmack verhilft. Gefährlich werden den Nüssen nur Spätfröste und extreme Trockenheit wie im vergangenen Sommer, welche zu Ausfällen führte.

„Es gab mehr Bestellungen, als wir liefern konnten. Aber gegen das Wetter kann man nichts machen“, meint Theurer. Das Haselnussöl wird großteils ab Hof verkauft, kann aber auch im Internet auf der Homepage der Theurers bestellt werden.