Erstellt am 02. April 2016, 05:34

von Michael Schwab

Musikalische Bilder. Rossinger Musikanten stellten das "Internationale" bei ihrem Konzert in der Pfarrkirche Weikertschlag in den Vordergrund.

Die Rossinger Musikanten mit Moderator Manfred Damberger nach dem Konzert in der Pfarrkirche Weikertschlag.  |  NOEN, Michael Schwab

Ein "völkerverbindendes" Programm hatten die Rossinger Musikanten für ihren zehnten musikalischen Nachmittag in der Pfarrkirche Weikertschlag zusammengestellt.

„Die Musiker stellen heute das Internationale in den Mittelpunkt, und zeigen, dass Musik über Grenzen und Politik die Menschen verbinden kann“, betonte Moderator Manfred Damberger zu Beginn des Konzerts, das schwungvoll mit einem ungarischen Tanz eröffnet wurde.

Wie gewohnt klangen die Rossinger deutlich „voluminöser“, als es die Anzahl ihrer Musiker vermuten ließ, und überzeugten durch ein perfekt abgestimmtes Zusammenspiel, bei dem jedem Kapellenmitglied ein gehöriges Maß an Eigenverantwortung zukam, da Leiter Karl Pfiffl selbst aktiv am Flügelhorn mitwirkte und deshalb nicht als Dirigent fungieren konnte.

Sänger begeisterten das Publikum

Hervorzuheben sind auch die Sänger Franz Reischl und Astrid Lenz, die das Publikum unter anderem mit der Phantasie aus dem „Vogelhändler“, einem Tom-Jones-Medley und einem Portrait aus den Werken von Andrew Lloyd Webber in ihren Bann zogen.

Christoph Piffl begeisterte mit seinem Xylophon-Solo beim Stück „Kapriolen“, und Angelika Piffl feierte mit dem Lied „Ein bisschen Frieden“ ihr Debüt als Sängerin, zusammen mit Astrid Lenz und Franz Reischl.

In musikalischen Bildern drückten sich die Rossinger Musikanten bei der „Spanischen Suite“ aus, vom heißen Flirt über einen Stierkampf bis zum alten, armen Fischer, der über sein Leben nachdenkt - all diese wurde klanglich in einer Form ausgedrückt, die keiner Worte bedurfte. Karl Piffl bedankte sich bei seinen Musikern, mit denen er rund 80 Mal pro Jahr musiziert, davon etwa je zur Hälfte bei Proben und Auftritten.