Erstellt am 07. April 2016, 05:54

von Daniela Schuh

Psyche steht im Fokus. Der im Vorjahr verstorbene Autor Henning Mankell liefert die Grundlage für das neue Stück „Ein Herbstabend vor der Stille“.

Juliane Schaden, Dorian Puchinger, TAM-Prinzipal Ewald Polacek, Christine Reiterer, Annemarie Brunner, Walter Weber, Heidrun Tschakert und Elisabeth Datler spielen gemeinsam im schwedischen Stück »Ein Herbstabend vor der Stille.«  |  NOEN, Daniela Schuh

Das Theater an der Mauer lud vergangenen Samstag zur Premiere von „Ein Herbstabend vor der Stille“ von Henning Mankell.

Der im Vorjahr verstorbene Autor war ein Grübler und beschäftigte sich auch mit der menschlichen Psyche. Diese spielt im Stück eine wichtige Rolle. Dorian Puchinger ist die Rolle des Nachtclubbesitzers und ewigen Lustmolchs wie auf den Leib geschnitten, gekonnt verführt er sowohl seine Frau als auch das „Mannequin-Model in Rente“. Juliane Schaden schlüpft ebenso problemlos in die Haut seiner Frau Lisa und sorgt durch ihr feuriges Temperament für ausreichend Schwung im Stück. Walter Weber gibt den knausrigen Textilhändler Rolf, dessen Seele genauso schwarz ist wie seine Anzüge. Seine Frau Hanna wird von Christine Reiterer gespielt, die sich unentwegt die Frage stellt „War das schon alles?“ und sich endlich von den Ketten ihrer zu Bruch gegangenen Ehe befreit.

Weiter Vorstellungen im April

Annemarie Brunner übernimmt die Rolle der Tochter Helene, die, soeben aus der Psychiatrie entlassen, auch nicht davor zurückschreckt, ihren eigenen Vater anzuzünden. Lena, perfekt gespielt von Elisabeth Datler, kann sich ein Leben ohne gepflegte Schuhe nicht vorstellen und mimt äußerst glaubwürdig eine Promi-Diva.

Auch Heidrun Tschakert überzeugte in ihrer Rolle als Tone, die bei einem Gläschen Wein gerne einmal über Freiheit und Silikonbrüste diskutiert.

Weitere Vorstellungstermine sind am 7., 9. und 12. April.