Erstellt am 19. November 2015, 05:38

von Michael Schwab

Arbeiten am Hochwasserschut intensiviert. Errichtung läuft planmäßig voran, aktuell entstehen neue Wehranlage und neues Wasserkraftwerk bei der Dykmühle. Dafür wurde die Thaya umgeleitet.

Vizebürgermeister Leo Witzmann, Lisa Dyk und Bürgermeister Rudolf Mayer vor der Baustelle der neuen Wehranlage bei der Dykmühle.  |  NOEN, Michael Schwab

Die Bauarbeiten für den Hochwasserschutz schreiten planmäßig voran. Seit September erfolgten wieder größere Arbeiten am Projekt.

„Die bauausführende Abteilung des Landes (WA3) hat die Arbeiten am Pegel der Thaya im Bereich des Kindergartens Kollmitzsteig und des JUFA nahezu abgeschlossen“, erklärt Bürgermeister Rudolf Mayer. Ebenfalls begonnen haben die Arbeiten an der neuen Wehranlage und dem Wasserkraftwerk bei der Dykmühle.

„Seit 24. September wird gebaut. Das gesamte Wasser der Thaya wird über den bestehenden Mühlbach und die vorhandene Fischleiter umgeleitet, damit die Wehranlage trocken ist“, berichtet die Geschäftsführerin der Dykmühle, Lisa Dyk. Etwa 20 Meter unterhalb der bestehenden Wehranlage, einer Steinschlichtung, wird eine neue Klappenwehr mit zwei je ca. 16 Meter breiten Stahlklappen zur Regulierung des Wasserdurchflusses errichtet - ein wesentlicher Bestandteil des Hochwasserschutzkonzeptes.

„Gleichzeitig bauen wir ein neues Wasserkraftwerk, das auch einen Inselbetrieb unseres Betriebs unabhängig vom Stromnetz erlaubt und wahlweise auch Strom ins Netz einspeisen kann, wenn wir ihn nicht selber verbrauchen“, erklärt Dyk. Durch einen verbesserten Wirkungsgrad der neuen Kraftwerksanlage wird, ausreichend Wasser in der Thaya vorausgesetzt, der gesamte Eigenbedarf der Mühle gedeckt werden können. Im Zuge des Wehr- und Kraftwerkbaus wird auch eine neue Fischleiter errichtet.

In vier Nächten wird fast durchgearbeitet

„Durch den niedrigen Wasserstand schreiten die Arbeiten gut voran, wir liegen im Plan. Das Ziel für heuer ist, die Umleitung der Thaya bis Weihnachten zurückzubauen und das Wasser über die neue Wehr noch ohne die erst später zu installierenden Klappen laufen zu lassen. Je nach Wetterlage wird der Bau des Kraftwerks, das in einem eigenen Nebengebäude der Dykmühle untergebracht werden wird, im Frühjahr starten“, erklärt Baumeister Franz Heinisch von der Reissmüller Baugesellschaft m.b.H., welche die Wehranlage und das Kraftwerk errichtet.

Da die Bauarbeiten im November intensiviert werden sollen, wird es wahrscheinlich nötig sein, in vier Nächten von 3 bis 24 Uhr durchzuarbeiten, wobei auch mit einer gewissen Lärmbelästigung zu rechnen ist. Fertiggestellt werden soll das Kraftwerk bis Oktober 2016.