Raabs an der Thaya

Erstellt am 21. Oktober 2016, 06:04

von René Denk

Arbeiten für Hochwasserschutz im Zeitplan. Günstige Witterungsbedingungen ermöglichten raschen Fortschritt, zweiter Abschnitt soll bis Jahresende fertig sein.

Zeigen den Baufortschritt bei den Hochwasserschutzarbeiten in Raabs, die im Zeitplan laufen: Baumeister Franz Heinisch, Vizebürgermeister Leo Witzmann, Reinhard Fleischmann, Reinhold Ziegler und Franz Fastenbauer.  |  NOEN, René Denk

„Die Arbeiten am Hochwasserschutz in Raabs laufen im Zeitplan“, freut sich Vizebürgermeister Leo Witzmann.

Nachdem der erste Bauabschnitt bei der Dyk-Mühle mit Wehranlage und Kraftwerk abgeschlossen wurde, wird seit Mitte August in der Thaya im Stadtgebiet gearbeitet. Dabei wurde auch der insgesamt große Fund von alten Granaten und anderen Relikten des Zweiten Weltkrieges gemacht (die NÖN berichtete).

Derzeit befindet man sich im unteren Drittel des Gebietes, in dem der Hochwasserschutz gebaut wird. „Der Statzenbach kommt von Oberndorf und fließt in die Thaya ein. Es war bereits der Bedarf für eine neue Mauer gegeben“, betont Witzmann zu den derzeitigen Arbeiten an den beiden Einmündungsmauern des Baches.

Sobald die Mauer fertig ist, werde auch schon mit dem Rückbau der Baustraße in der Thaya begonnen“, erklärt Baumeister Franz Heinisch. Die letzten Bauarbeiten mache man bereits außerhalb des Thayaflusses. Man habe auch bereits mit den ökologischen Maßnahmen begonnen, wie dem „Setzen“ von Bäumen und Struktursteinen, die beide Lebensräume für Fische und Kleinlebewesen im Thayafluss schaffen sollen.

Niedriger Wasserstand wirkte sich günstig aus

„Großteils sind wir mit den Steinlege- und Betonarbeiten fertig. Wir waren in der glücklichen Lage, dass es keine größeren Regenfälle im Einzugsbereich gab. Mit dem Niederwasser gingen die Bauarbeiten sehr zügig voran“, meint der Vizebürgermeister. Er hofft, dass bis Jahresende im Wasserbereich die Arbeiten des zweiten Abschnittes noch fertig werden.

Der dritte und letzte Bauabschnitt soll bis Ende nächsten Jahres fertig sein. Er umfasst die An- und Einbindungen von Regenwasserabläufen in die Thaya und den Statzenbach sowie die Begrünung der angelegten Ufersicherungen und weitere ökologische Maßnahmen. Die Gesamtkosten aller drei Abschnitte belaufen sich (ohne Kraftwerk) auf rund 2,8 Millionen Euro.