Erstellt am 23. September 2015, 06:57

von Michael Schwab

Heiße Rhythmen. Raabser Hauptplatz wurde zur Bühne für Volkslieder, Funk & Soul und Liedern aus Afrika und aller Welt.

Das »Rhythmic Tramp Orchestra« mit Sängerin Marjorie Etukudu, Erich Litzlhammer, Peter Brugger, Helmut Kaplanl, Tom Meusburger, Andreas Lachberger, Martin Hutzinger, Thomas Horstmann, Stefan Hutzinger, Peter Bachmayer und Dietmar Juriga.  |  NOEN, Michael Schwab

Ganz im Zeichen der Musik stand der vergangene Samstag beim „Raabser Kulturherbst“. Die „Wandervögel“ David Stellner, Raphael Widmann und Bryan Benner eröffneten das Programm mit einem Platzkonzert am Hauptplatz, und das nicht etwa mit Mikros und Verstärkern, sondern unplugged. Da lag es ganz am Zuhörer, ob man den neu aufgelegten alten österreichischem, deutschen und jiddischen Volksliedern vom 19. Jahrhundert bis heute in vorderster Front lauschen oder weiter hinten auch ein paar Worte tratschen wollte. Die ungezwungene Atmosphäre ließ beides gleichermaßen zu.

Stimmgewaltig und facettenreich

Mit einer ganz anderen Lautstärke betrat im Anschluss das „Rhythmic Tramp Orchestra“ die Bühne und heizte mit einer Erneuerung des Funk und Soul der 1960-er und 1970-er Jahre dem Publikum kräftig ein. Leadsänger Erich Litzlhammer wärmte das Publikum erst einmal auf, ehe die in Nigeria geborene Sängerin Marjorie Etukudu einen stimmgewaltigen und facettenreichen Nachschlag servierte. Wie am Vorabend bei „Boutros Boutros“ gelang es auch diesmal wieder, zahlreiche Besucher auf die Tanzfläche vor der Bühne zu bringen, sodass aus dem Konzert eine richtig heiße Party wurde, bei der man die beginnende Herbstkälte leicht vergessen konnte.

Den Abschluss machten „Future & The Lovers“, bestehend aus dem Sänger, Tänzer und Schauspieler Futurelove Sibanda aus Simbabwe und dem Gitarristen Dieter Siebenhütter. Mit seiner offenen, stets gut gelaunten Art, eigenen Songs, Liedern aus seiner Heimat und stimmgewaltig interpretierten Coversongs zog er das Publikum rasch auf seine Seite und in Massen vor die Bühne.

Was mit einer einfachen Refrain-Mitmach-Aktion zum Song „The Lion Sleeps Tonight“ begann, endete schließlich in einem regen Tanzen und Mitsingen, an dem sich dutzende Besucher bis zum Schluss beteiligten.