Raabs an der Thaya

Erstellt am 27. August 2016, 07:07

von Michael Schwab

Hochwasserschutz ist Win-Win-Situation. Bürgermeister Rudolf Mayer erwähnte bei Pressegespräch die gelungene Kooperation mit der Dykmühle.

Auf der Baustelle des Raabser Hochwasserschutzes mit der fast fertigen Dykmühlenwehr im Hintergrund: Abschnittsfeuerwehrkommandant Kurt Liball, Landesrat Stephan Pernkopf, Lisa Dyk, Bürgermeister Rudolf Mayer, Vizebürgermeister Leo Witzmann und der Raabser Feuerwehrkommandant Josef Schuhmacher.  |  NOEN, Michael Schwab

Als ein gewaltiges Ausbauprogramm, dass nicht nur Schutz für die Bevölkerung bietet, sondern sich auch wirtschaftlich rechnet, bezeichnete Landesrat Stephan Pernkopf beim Pressegespräch am vergangenen Donnerstag in Raabs die Hochwasserschutzprojekte im oberen Waldviertel.

37 Millionen Euro investiert das Land Niederösterreich hier in Schutzmaßnahmen, seit 2002 wurden 47 Projekte umgesetzt. In Raabs befindet sich der Hochwasserschutz gerade in der wichtigsten Bauphase - der Fertigstellung der Wehranlage bei der Dykmühle. „Die beiden Hochwasserereignisse in den Jahren 2002 und 2006 richteten in Raabs einen Schaden von rund 15 Millionen Euro an. Das Schutzprojekt kostet etwa dreieinhalb Millionen Euro“, rechnete Pernkopf vor. Er wies darauf hin, dass heuer zwar bisher große Hochwasserkatastrophen ausgeblieben seien, es aber viele lokale Unwetter gegeben habe, welche die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren auf Trab gehalten hatten.

„Am Ende werden die Anrainer froh sein, wenn der Schutz fertig ist“

Bürgermeister Rudolf Mayer

„Wir haben heuer den zehnten Jahrestag des Hochwassers von 2006, von dem fast alle Objekte am Hauptplatz und fast alle Katastralgemeinden betroffen waren. Ich bin überzeugt, der Bau des Hochwasserschutzes rentiert sich und da wir in unserem Fall eine Kooperation mit der Firma Dyk haben, die ein neues Wasserkraftwerk errichtet, haben wir hier eine echte Win-Win-Situation“, betonte Bürgermeister Rudolf Mayer.

Er räumte ein, dass ein derartig großes Bauvorhaben auch Umstände bereitet. „Aber am Ende werden die Anrainer froh sein, wenn der Schutz fertig ist“, fügte Mayer hinzu. Mit der Fertigstellung der Wehranlage, die noch heuer erfolgen soll, ist der wesentliche Schritt abgeschlossen. Komplett fertig soll der Schutz spätestens 2018 sein.