Erstellt am 13. Juli 2016, 04:07

von Petra Suchy

„Ich hätt’s heut gewinnen können“. Beim 24h-Rennen in Grieskirchen drehte Thomas Neuwirth heuer auf – 774km und Platz 5! Waidhofner Duo bei Debüt auf Platz elf.

Das Schrenk-Sportteam um Günther Fiedler, Stefan Schrenk, Martin Vogler und Christian Puhr zeigte in Grieskirchen auf. privat  |  NOEN

Nach seinem frühzeitigen W.O. beim Glocknerman lief am Samstag bei glühender Hitze und bissigem Gelände im 24-Stunden-Race von Grieskirchen für Thomas Neuwirth (und seine vier Betreuer) fast alles wie am Schnürchen. Auf dem 21,5km-Rundkurs (179Hm) hatte sich der Litschauer im Vergleich zum Vorjahr – immerhin war er damals schon euphorisch mit 731 erreichten Rennkilometern Neunter im Ziel gewesen – noch einmal gesteigert. „Ich bin zufrieden. Vor allem weil das Rennen sehr stark besetzt war“, bekennt er daher nicht überraschend. „Körperlich und mental hätt‘ ich es sogar gewinnen können. An der Rennstrategie muss ich aber noch etwas feilen, mir meine Kräfte besser einteilen“, resümiert Neuwirth, der sich für sein Race Around Austria das eine oder andere von Rekordhalter Franz Pötzelsberger abgeschaut hat.

Mit 774 heruntergespulten Radkilometern wurde Neuwirth Gesamtfünfter. Sein Schrenk-Sportteam war beim Traditionsradmarathon in der Einzelwertung mit fünf Fahrern stark vertreten. Das zweitbeste Ergebnis fuhr der Waldensteiner Günther Fiedler (mit 709,5km gleich eine Verbesserung um über 100km) vor Teamchef Stefan Schrenk (688km) ein.

Sein Debüt in Grieskirchen gab auch das Waidhofner Ultracycling-Duo um Markus Loydolt und Benjamin Deimel. Nach zu schnellem Start und Bauchschmerzen in der Nacht erreichten aber beide ihr gestecktes Ziel von 731km (7.835Hm). „Eine Herausforderung! Ich glaube, wir waren die einzigen ohne Betreuer, haben uns von 20 Litern Flüssignahrung ernährt und dann doch 3 Stunden schlafen müssen, obwohl wir’s nicht vorhatten“, berichtet Loydolt. Deimel ging unterdessen mit den ÖSV-Damen in der Solo-Wertung auf Tuchfühlung und zog sie einige Kilometer mit. Am 9./10. September wartet eine ähnliche Schinderei in Hitzendorf, wo sich die Zwei solo über 24 Stunden beweisen wollen.