Erstellt am 08. September 2015, 10:28

von Redaktion Gmünd

Neue Brücke wächst. Positiver Baubescheid ist eingetroffen, Arbeiten laufen nun auch zwischen Dobersberg und Waidhofen.

Vor der im Bau befindlichen Brücke über den Taxenbach: Dietmar Wishofer, Eduard Köck, Reinhard Deimel, Andreas Wagner, Jochen Lindner, Franz Haberecker und Heinz Höfinger.  |  NOEN, Hannes Ramharter

Gute Nachrichten gibt es für alle Fans des Radwegs „Thayarunde“: Am Dienstag der Vorwoche ist der positive Baubescheid für die Strecke von Dobersberg nach Waidhofen eingetroffen.

Auf dieser Strecke gibt es seit einiger Zeit schon Bauarbeiten, was deshalb möglich ist, weil der Neubau einer Brücke über den Taxenbach bei Peigarten bereits gesondert verhandelt worden war. Dort hatte das Hochwasser 2006 die Brücke zerstört. Dies ist das größte Bauwerk, das auf dieser Strecke errichtet werden muss.

Der Neubau wird zweifeldrig errichtet - die alte Brücke war nur einfeldrig, weiters wurde in der Nähe der Brücke ein Durchlass errichtet, falls es wieder einmal zu einer Hochwasser-Situation kommt. Mit dem Bau begonnen wurde am 17. August, fertig soll die neue Brücke Ende September sein. Die Spannweite des Bauwerks beträgt 27,5 Meter.

Die reinen Materialkosten für den Neubau betragen 170.000 Euro, gebaut wird durch Mitarbeiter der Brückenmeisterei Zwettl des NÖ-Straßendienstes unter Beiziehung von örtlichen Wirtschaftsbetrieben. „Immer wieder kommen Radfahrer und fragen, wann die Brücke fertig sein wird“, berichten die Arbeiter vom großen Interesse an dem 12 Kilometer langen Teilstück von Dobersberg nach Waidhofen.

Asphaltiert soll im Frühjahr 2016 werden

Auf der restlichen Strecke wird derzeit mit dem Wegebau begonnen, das heißt, dass auf dem Gleisschotter nun feiner Schotter aufgetragen wird, im nächsten Jahr werden die Bankette errichtet und asphaltiert. Insgesamt müssen auf dem Abschnitt acht Brücken instandgesetzt werden, darunter auch die zwei Fachwerkbrücken in Thaya und Jarolden, bei denen es sich um bedeutende Stahlkonstruktionen von Stahlbau Griedl aus Prag handelt. Diese Firma hatte u. a. auch die Kamptalbrücken sowie die Ankerbrotfabrik errichtet, die Brücken wurden einst an Ort und Stelle heiß genietet.

Die Errichtung der Thayarunde ist auch ein wirtschaftlicher Faktor - der Auftrag für die Firma Konti-Bau beläuft sich auf rund 350.000 Euro, jener an die Firma Leyrer+Graf für die Brückensanierungen auf rund 600.000 Euro.

Bei der Errichtung des Radwegs zwischen Raabs und Göp-fritz ist der Unterbau nun schon fast bis Göpfritz hergestellt. Mitte September wird das derzeit noch fehlende Teilstück bei Oberndorf-Raabs asphaltiert, dann ab Pfaffenschlag (Gemeinde Ludweis-Aigen) bis Göpfritz. Mitte Oktober sollte der Weg durchgehend asphaltiert sein. Auch Absturzsicherungen müssen noch errichtet werden.

„Eröffnet sollte dieser Abschnitt dann im kommenden Frühjahr werden, die Strecke Dobersberg-Waidhofen noch rechtzeitig vor Beginn der Hauptsaison im Juli“, erzählt Bürgermeister Reinhard Deimel, der als Obmann der Kleinregion Zukunftsraum Thayaland für die Errichtung des Radwegs verantwortlich ist.