Erstellt am 26. April 2017, 04:16

von Michael Schwab

Kapelle erhielt neu-verkleidete Turmhaube. Unter dem interessierten Blick der Ortsbevölkerung wurde die Turmhaube der neuen Kapelle in Ruders per Kran angebracht.

Per Kran wurde die Turmhaube auf die Kapelle aufgesetzt.  |  NOEN

Der Turm wurde am vergangenen Samstag im Rahmen eines „Tages der offenen Baustelle“ auf die neue Kapelle aufgesetzt.

Auf einem großen Anhänger wurde die mit Kupferblech verkleidete Turmhaube durch den Ort zur Kapelle gebracht. Per Kran wurde die mehrere Meter hohe Haube anschließend auf den Turm gehoben und vorsichtig abgesetzt. Trotz Regenwetters hatte sich eine Reihe von Zuschauern eingefunden.

Der zweite Schritt war die Anbringung des Kreuzes an der Spitze. Sehr zur Erheiterung der Zuschauer trug Christoph Pfandler das Kreuz allein zur Kapelle. „Wie ein Ministrant“, kommentierte jemand. Nach etwas Feinabstimmung im zunehmend stärker werdenden Regen saß das Kreuz schließlich gerade auf dem Turm, und die kleine Feier konnte ins Innere des Rohbaus verlegt werden.

Der Kapellenturm wurde auf einem Anhänger geliefert und von der Ortsbevölkerung in Augenschein genommen, ehe er auf die Kapelle gesetzt wurde: Katharina Schalko, Leopold Pfandler, Daniela Dangl, Emma Dangl, Roland Sigmund, Erich Androsch, Willi Longin, Peter und Benedikt Liepolt, Christoph Pfandler, Hans Kahler, David und Nina Altmann, Helmut Altmann, Bernhard Altmann, Bürgermeister Roland Datler, Dorferneuerungsvereins-Obmann Franz Gillitschka, Kurt Liepolt, Elena Böhm, Jana Dangl und Anton Czetina.  |  NOEN, Michael Schwab

„Die alte Kapelle hätte sehr aufwendig saniert werden müssen und ist außerdem aufgrund der Lage direkt neben der Straße von der Platzverhältnissen her nicht ideal. Darum entschieden wir uns zum Neubau“, erklärt Dorferneuerungsvereinsobmann Franz Gillitschka.

Die Materialkosten für eine Sanierung der alten Kapelle hätten 30.000 Euro betragen. „Wir stellen diese Summe dem Dorferneuerungsverein als Förderung für den Neubau zur Verfügung. Alle darüber hinaus gehenden Kosten trägt der Verein“, stellt Bürgermeister Roland Datler klar. Ein wesentlicher Teil der Arbeiten wird von der Dorfbevölkerung selbst erledigt, unter Mitwirkung von Firmen aus der Region.

Der Baubeginn erfolgte im Sommer des Vorjahres. Für die Errichtung des Rohbaus leistete die Ortsbevölkerung rund 1.200 Arbeitsstunden. „Ich bin sehr stolz auf das, was wir hier geleistet haben, und möchte mich bei allen, die freiwillig und ehrenamtlich mitgearbeitet haben, bedanken“, betont Gillitschka. Läuft alles nach Plan, wird die Kapelle im nächsten Jahr fertig sein.