Erstellt am 23. März 2016, 06:04

von Michael Schwab

Zwei neue Gemeinderäte. Bauplatzbeschaffung bleibt weiterhin ein wichtiges Thema. Neuer FPÖ-Gemeinderat stimmte gegen Flüchtlings-Unterkünfte in der Gadorfstraße.

Symbolbild  |  NOEN, Symbolbild Bilderbox

Zwei neue Gemeinderäte wurden in der Gemeinderatssitzung vom 17. März angelobt. Dies war durch den Tod von Markus Nigischer (FPÖ) und das freiwillige Ausscheiden von Johann Hieß (SPÖ) notwendig geworden. Seitens der FPÖ wurde Richard Woresch angelobt, seitens der SPÖ Gerhard Flicker.

Ein wesentlicher Punkt der Tagesordnung war der Beschluss des Rechnungsabschlusses für das Haushaltsjahr 2015. Im ordentlichen Haushalt, der rund 4,74 Millionen Euro umfasste, war der Krankenanstaltenbeitrag (NÖKAS) mit 603.000 Euro der größte Brocken bei den Ausgaben, gefolgt von der Sozialhilfeumlage mit 365.000 Euro.

Baulandbeschaffung bleibt weiter wichtig

Im rund 2,28 Millionen Euro umfassenden außerordentlichen Haushalt zeigte sich ein hoher finanzieller Aufwand für die Bauplatzbeschaffung, die in Vitis als Wachstumsgemeinde eine wichtige Rolle spielt. So entfielen 251.000 Euro auf den Ankauf dreier Gebäude, für Straßen- und Wegebau wurden 595.000 Euro, für den Kanalbau 515.500 Euro ausgegeben.

Der Schuldenstand wuchs von rund 6,12 auf 6,24 Millionen Euro leicht an. Der Rechnungsabschluss war vom Prüfungsausschuss überprüft worden, wobei keine Beanstandungen festgestellt wurden. Der Beschluss erfolgte einstimmig. Einig war sich der Gemeinderat auch beim Ankauf eines Grundstückes in Vitis für eine spätere Siedlungserweiterung mit Kosten von 27.720 Euro. Auch der Ankauf einer Klärschlammpresse für 93.000 Euro wurde einstimmig genehmigt.

Keine Einigkeit gab es beim Beschluss, das Wohngebäude in der Gadorfstraße 10 an die Firma SLC zur Unterbringung von neun bis zehn Flüchtlingen zu vermieten. Richard Woresch (FPÖ) stimmte dagegen.

Die Gemeinderäte Günther Bauer (SPÖ), Johann Weber (ÖVP) und Aloisia Mlejnek (ÖVP) waren entschuldigt. Alle Beschlüsse, bis auf die Vermietung, erfolgten einstimmig.