Waidhofen an der Thaya

Erstellt am 10. Mai 2017, 03:27

von René Denk

Radweg-Eröffnung: Vorarbeiten im Laufen. Infotafel-Standorte sind fix, Radständer-Förderung ist noch unklar.

Symbolbild  |  NOEN, BilderBox - Erwin Wodicka

In eineinhalb Monaten, am 24. Juni, soll der Abschnitt des Radwegs Thayarunde eröffnet werden.

Die Arbeiten laufen derzeit auf einzelnen Abschnitten noch auf Hochtouren: Schotterungen zwischen Breitenfeld und Weinpolz, Unterführung in Schellings, Schotterungen und weitere Arbeiten in Großau, Beschilderung der Strecke Groß Siegharts-Dietmanns-Hollenbach-Waidhofen und der Brückenbau in Altwaidhofen sind derzeit in Vorbereitung bzw. in Arbeit, erklärt Thayarunde-Manager Willi Erasmus.

„Viel wichtiger sind E-Bike-Ladeinfrastrukturen, die T.E.L.L, Foggy Mix, der Hauptplatz oder das Landgasthaus Streicher in Vestenötting bis zur Eröffnung bieten werden“Willi Erasmus, Manager des Radweges Thayarunde

Der von der Stadt beauftragte Arbeitskreis-Koordinator Thomas Lebersorger betont auf NÖN-Anfrage, dass man derzeit auf den Zukunftsraum Thayaland warte. Bisher wurden die Plätze für die Infotafeln fixiert (die NÖN berichtete): in der Nähe der KFZ-Werkstatt Hofstetter, beim Bahnhofsgelände, im Bereich des Jasnitzer Dorfplatzes, in der Nähe der Kapelle, beim Rathaus und bei der neuen Brücke in Altwaidhofen. Auch hochwertige Radständer („Wiener Bügel“) sollen kommen.

Die Beschilderung sieht Erasmus als Grundausstattung, die bis zur Eröffnung fertig sein soll. Bei den Radfahrständern bzw. Radabstellanlagen stehen für die ganze Thayarunde 500 „Wiener Bügel“ und 20 überdachte Radständer bereit, auf welche die Gemeinden zugreifen können. Die Kosten für die Gemeinden stehen aber noch nicht fest, weil eine maßgebliche Fördersitzung des Bundes erst im Juni stattfinde.

„Ein Wiener Bügel kostet ohne Förderung 150 Euro plus Mehrwertsteuer. Sinnvolle Rad abstellanlagen fangen bei drei Bügeln an“, sagt Erasmus im NÖN-Gespräch. Solange man die konkreten Kosten nicht kennt, weil der Fördersatz noch nicht klar ist, könne man als Gemeinde damit auch nicht gut planen. In Waidhofen hat man für die Radständer bzw. Radabstellanlagen bisher auch noch keine Potenzialflächen ermittelt.

„Die Radabstellanlagen fertig aufzustellen, ist für die Eröffnung nicht bedeutend. Viel wichtiger sind E-Bike-Ladeinfrastrukturen, die T.E.L.L, Foggy Mix, der Hauptplatz oder das Landgasthaus Streicher in Vestenötting bis zur Eröffnung bieten werden. Genauso wichtig ist es, den Radverleih zu ermöglichen“, sagt Erasmus.

Radfahrstreifen noch nicht zur Diskussion

So wird die Firma Intersport Ruby Räder verleihen, in Waidhofen werden auch das Café-Restaurant Oswalds im Thayazentrum, das Stadthotel und das Gasthaus Streicher in Vestenötting Fahrräder für den Verleih haben. Dadurch, dass die Gastronomen längere Öffnungszeiten haben, wäre man hier auch bei der Rückgabe weit flexibler.

Erasmus will bis zur Eröffnung die Beschilderung fertigstellen. Der Radweg Thayarunde sei ein laufend wachsender Prozess, der sich ständig weiterentwickeln werde. An mehr Ideen wird derzeit nicht wirklich gearbeitet, weil man mit der Umsetzung der Grundstruktur genug zu tun hat.

Auf die Frage an Radweg-Arbeitskreiskoordinator Lebersorger, ob vielleicht auch weitere Ideen von der Arbeitsgruppe ausgearbeitet wurden, wie zusätzliche Radfahrstreifen und -wege oder dass man Radfahrern bei sich anbietenden Einbahnen erlaubt, in die Gegenrichtung zu fahren (wie das auch in Wien der Fall ist), erwidert Lebersorger, dass über solche Dinge noch nicht diskutiert wurde, man warte, wie schon betont, auf den Zukunftsraum.

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