Erstellt am 06. Juli 2016, 06:21

von Michael Schwab

Weniger Bereichsleiter in der Gemeinde Waidhofen. Stadtgemeinde legt Bauhof, Gärtnerei und Wasserwerk zu Wirtschaftshof zusammen, Polt übernimmt Finanzverwaltung.

Vizebürgermeister Gottfried Waldhäusl mit dem nunmehr auch für die Finanzen zuständigen Stadtamtsdirektor Rudolf Polt und Bürgermeister Robert Altschach mit dem neuen Wirtschaftshofleiter Christoph Bittermann.  |  NOEN, Stadtgemeinde Waidhofen

Drei Bereichsleiterposten fallen in der Stadtgemeinde durch die Zusammenlegung von Bauhof, Gärtnerei und Wasserwerk mit Mitte des nächsten Jahres weg.

Die zugehörige Verordnung zur Umstrukturierung wurde in der Gemeinderatssitzung vom 29. Juni einstimmig beschlossen, die Abberufung der drei Bereichsleiter wurde anschließend im nichtöffentlichen Teil der Sitzung fixiert. Ab August wird Christoph Bittermann die Leitung des gemeinsamen Wirtschaftshofes übernehmen. Bittermann hat eine Maurer- und Fliesenlegerlehre absolviert, war viele Jahre als Vorarbeiter tätig, legte die Prüfung zum Baumeister erfolgreich ab und war zuletzt als Bauleiter tätig.

Auch in der Finanzverwaltung gibt es eine Änderung - die derzeitige Leiterin wird von ihrem Funktionsdienstposten abberufen und die Leitung Stadtamtsdirektor Rudolf Polt übertragen.

Abteilungsleitung ohne zusätzliches Geld

Grundlage für diese Entscheidung ist eine Studie von Klaus Wirth vom Zentrum für Verwaltungsforschung (KDZ). Wirth stellte fest, dass Polt seit seinem Amtsantritt grundlegende Aufgaben der Leitung der Finanzabteilung wahrgenommen hatte und empfahl, diese praktizierte informelle Leitung formal richtigzustellen und Polt die Leitung der Abteilung Finanzen zu übertragen.

Da der Stadtamtsdirektor dafür kein zusätzliches Geld erhält, ergibt sich hier eine weitere Einsparung für die Stadtgemeinde. Kolportiert wird eine Summe von rund 50.000 Euro pro Jahr - eine Größenordnung, die der für Finanzen und Personal zuständige Vizebürgermeister Gottfried Waldhäusl auf Nachfrage der NÖN bestätigt, jedoch aufgrund der Nichtöffentlichkeit der Beschlüsse keine exakte Summe oder Gehaltsverluste für die Betroffenen nennen will.

„Durch die Zusammenlegung von Gärtnerei, Bauhof und Wasserwerk zu einem Wirtschaftshof werden sich darüber hinaus weitere Synergieeffekte ergeben, man kann die Mitarbeiter besser einteilen, etwa, indem ein Gärtner im Winter auch bei der Schneeräumung mithelfen kann. Wir haben mit diesen Maßnahmen unsere Strukturen an das angepasst, was in anderen Gemeinden längst üblich ist“, erklärt Waldhäusl.

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