Waidhofen an der Thaya

Erstellt am 05. April 2017, 03:59

von Hannes Ramharter

Thayarunde: Kritik an Brücken-Plan. Für Manfred „Jimmy“ Moser ist der Bau einer eigenen Brücke für den Radweg Geldverschwendung, Kleinregionsobmann Deimel stellt klar, dass Brücke die beste Lösung ist.

Diesen Blick auf die Fischaufstiegshilfe der Steinmühlewehr würde man den Radfahrern durch die Brücke in Altwaidhofen verwehren.  |  privat

Die Errichtung einer neuen Brücke in Altwaidhofen ( NÖN der Vorwoche ) kritisiert der Waidhofner Manfred „Jimmy“ Moser.

Für Moser ist es „faktisch und finanziell nicht zu rechtfertigen“, eine neue Brücke zu bauen, anstatt eine bestehende zu adaptieren. Moser kritisiert, dass dann innerhalb von 800 Metern vier Brücken über die Thaya führen würden. Das ist für ihn Verschwendung von Steuergeld, man könnte dadurch rund 120.000 Euro einsparen. Darüber hinaus würde man ein weiteres „Stück natürliche Thaya-Flusslandschaft“ verbauen.

Kleinregions-Vorsitzender Reinhard Deimel und Bürgermeister Robert Altschach präsentierten in der Vorwoche den Plan für den Bau einer Brücke in der „Sandgrube“ in Altwaidhofen.  |  Hannes Ramharter

Moser fände die Verwendung der anderen Brücke auch attraktiver für den Radweg. „Der Blick von der bestehenden Brücke Richtung Wehr als auch der mäanderartige weitere Verlauf steht für die landschaftliche Schönheit der Region. Die Verlegung der Strecke ins Wohngebiet sowie entlang der Kläranlage würde eine wesentliche Verschlechterung der Streckenqualität bedeuten“. Für Moser ist es daher „unverständlich“, dass die ursprünglich geplante Route über die Brücke bei der Stoissmühle verlegt werden soll“.

Reinhard Deimel, der als Obmann der Kleinregion für den Bau des Radwegs verantwortlich ist, kann diese Kritik nicht nachvollziehen. „Wir haben uns das sehr wohl gut überlegt, es ist die beste Lösung“, stellt er klar. Die Brücke soll Fuß- und Rad-tauglich sein und auch Barriere-frei. Auch der Anschluss an den öffentlichen Grund soll gegeben sein. Das wäre bei anderen Brücken nicht der Fall gewesen, auch die Adaptierung bestehender Brücken wäre schwierig gewesen. Deimel meint auch, dass die neue Brücke die Flusslandschaft nicht zerstört, sie stehe ohnedies in verbautem Gebiet. Er habe bisher nur positive Rückmeldungen betreffend den Neubau erhalten, auch wegen der Anbindung des Radweges an die Innenstadt. Und ohnedies müsse die Brücke bewilligt werden.

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