Erstellt am 30. September 2015, 06:37

von Michael Schwab

Brückenschlag gelang. „Syrian Links“ begeisterten sowohl Stammgäste als auch die zahlreich gekommenen Flüchtlinge im Folkclub Igel.

»Syrian Links« nach dem Konzert: Orwa Saleh, Uygar Cagli, Salah Ammo, Peter Gabis, Maias Alyamani, Christoph Cech und Gerhard Reiter.  |  NOEN, Michael Schwab

Bis zum Bersten gefüllt war das Lokal des Folkclubs „Igel“ zum Saisonauftakt am vergangenen Samstag. Unter den Besuchern waren nicht nur die üblichen „Stammgäste“ des Folksclubs, sondern auch eine größere Anzahl von Flüchtlingen, die gekommen waren, um dem Konzert der österreichisch-syrisch-türkischen Formation „Syrian Links“ um die beiden syrischem Musiker Salah Ammo und Orwa Saleh zu lauschen.

Orientalisches Buffet und Tanzeinlagen

Der Abend stand nicht nur im Zeichen der Musik, sondern auch der gemeinsamen, völkerübergreifenden Feier. Es gab ein orientalisches Buffet, und die Begrüßung erfolgte nicht nur auf Englisch, sondern auch auf Arabisch und Kurdisch. Ammo und Saleh verbinden Elemente der Musik aus ihrer Heimat mit Einflüssen europäischer Musiker und versuchen so eine Brücke zwischen den Kulturen zu schlagen.

Vor allem in der zweiten Hälfte des Konzerts gelang dies nicht nur auf der Bühne, sondern auch im Publikum. So gut es der enge Platz hergab, wurde getanzt - besonders eine Gruppe von Männern aus dem Nahen Osten zeigte sich besonders tanzfreudig und riss auch die „Einheimischen“ mit. Natürlich trug auch die schwungvolle, sehr stark instrumental geprägte Musik dazu bei, die in der zweiten Konzerthälfte fröhlicher und unbeschwerter wirkte als zu Beginn, wo gewisser Wehmut im Gedenken an die syrische Heimat mitzuklingen schien.