Waidhofen an der Thaya

Erstellt am 30. Juni 2016, 09:04

von Monika Freisel

Fulminantes Konzert im Stadtsaal. Die Donau Philharmonie Wien mit Dirigent Manfred Müssauer zeigte große Klasse bei ihrem Klassik-Konzert im Stadtsaal.

Kultur-Stadträtin Melitta Biedermann, Sopranistin Heidi Manser, Dirigent Manfred Müssauer, Organisatorin Herta Schlosser, Bariton Marco di Sapia, Bürgermeister Robert Altschach nach dem Konzert im Stadtsaal.  |  Monika Freisel

Ein fulminantes Konzert unter dem Motto „Sport, Sport, Sport“ bot die Donau Philharmonie Wien unter ihrem Dirigenten Manfred Müssauer am Sonntagabend.

Das breit gefächerte Repertoire reichte von Mozart über Verdi, Suppé, Lanner, Puccini bis Fucik und Korngold, vom 18. bis ins 20. Jahrhundert. Länder-Schwerpunkte waren aus aktuellen Gründen Frankreich, Austragungsort der Fußball-EM, und Brasilien, in dem die Olympischen Sommerspiele stattfinden werden.

Franz von Suppés Ouverture aus der Operette „Tantalusqualen“ versinnbildlichte die Qualen mancher hart trainierenden, am Ende aber doch erfolglos bleibenden Sportler. Der temporeiche „Schnellsegler-Galopp“ von Joseph Lanner, Fuciks „Einzug der Gladiatoren“, Josef Strauß‘ Polka schnell „Vélocipede“ (Fahrrad) und Josef Hellmesbergers Polka „Leichtfüßig“ stellten symbolische Verbindungen zwischen Musik und Sport dar.

„La perle du Brésil“, eine Polka Mazur von Philipp Fahrbach, zeigte die Schönheiten Brasiliens, Ary Barrosos Samba „Brazil“ die Leidenschaft der Brasilianer. Frankreich war durch Jules Massenets „Der unendliche Traum“ vertreten.

Die Kärntner Sopranistin Heidi Manser und der italienische Bariton Marco di Sapia konnten sowohl als Solisten als auch im Duett mit ihren grandiosen, in Dynamik und allen Höhenlagen unangestrengt und sicher wirkenden Stimmen das Publikum vollauf begeistern.

Die Musiker des auf hohem künstlerischen Niveau musizierenden Orchesters kommen, dem Namen des Orchesters entsprechend, aus den Donaustaaten Deutschland, Österreich, der Slowakei und Ungarn. Am Samstag spielten sie noch vor mehreren tausend Besuchern in Nürnberg, am Sonntag im vergleichsweise kleinen Stadtsaal von Waidhofen - ein großartiges Geschenk des Dirigenten Manfred Müssauer an seine Geburtsstadt.