Erstellt am 17. Dezember 2015, 05:03

von René Denk

„Gutes Betriebsklima im Gemeinderat“. Klaus Wirth stellte Organisation gutes Zeugnis aus, ortet aber auch Verbesserungsmöglichkeiten.

Für Klaus Wirth vom Zentrum für Verwaltungsforschung (KDZ) präsentierte die Ergebnisse der Analyse der Gemeindeorganisation dem Gemeinderat.  |  NOEN, René Denk
Ein Gemeindeorganisationsvergleich wurde in den letzten Monaten mithilfe der „QuickScan“-Methode vom Zentrum für Verwaltungsforschung (KDZ) durchgeführt und bei der Gemeinderatssitzung am 9. Dezember vorgestellt.

Für Klaus Wirth, der die Ergebnisse dem Gemeinderat präsentierte, stellte die Struktur der Stadtgemeinde eine „insgesamt gut aufgestellt Organisation mit gutem Betriebsklima“ dar. Die Stadtgemeinde hätte für ihre Größe ein sehr umfangreiches Leistungsprogramm abzuarbeiten, die Finanzsituation sei „aktuell erschwert, aber insgesamt zufriedenstellend“.



Es seien jetzt schon wichtige Entwicklungsmaßnahmen in der Verwaltung gestartet worden, auf die auch Wirth hingewiesen hätte. Zudem wäre die Organisationsstruktur in einzelnen Teilbereichen schon verbesserbar.

„Es ist so, wie wenn sie mit ihrem Auto zum ÖAMTC fahren und der Mechaniker dort sagt ihnen, dass die Bremsscheiben irgendwann bald mal getauscht werden sollten. Die Struktur der Verwaltung bricht nicht zusammen, wenn man nichts macht, aber es gehört einmal gemacht.“ Sehr auffallend sei, dass die Stadtgemeinde über sehr viele betriebliche Einheiten verfüge. Wirth gab dazu die Empfehlung ab, diese nicht in der Verwaltung eingegliedert zu belassen, sondern eine eigene abgegrenzte Betriebsleitung zu installieren.

„Die Finanzsituation ist aktuell erschwert,
aber insgesamt zufriedenstellend.“
Klaus Wirth

Des weiteren machte Wirth noch einige Vorschläge zur Aufbauorganisation: „Ein Stadtamtsdirektor kann auch eine darunterliegende Funktion übernehmen. Ein Abteilungsleiter kann auch einen Bereich leiten“, so Wirth, der aber auch mit der Bereichsleiterebene ein Problem hatte. Diese Funktion sollte man überdenken, es helfe vielleicht aber auch schon, wenn man diese Personen als „Teamleiter“ bezeichne - die „Führungsspannen“ seien hier zu niedrig: „Für eine Führungsfunktion gibt es eine gewisse Mindestpersonenzahl. Das hat sich über die Jahre so eingebürgert, aber die Zahl ist zu niedrig“, so Wirth.

Weiters solle man die Verantwortungsbereiche der Führungskräfte klar definieren, auch der politischen Referenten. Kommunikationsroutinen sollen bspw. in Form von Dienstbesprechungen bereits über das ganze Jahr fix terminisiert werden. Zur allgemeinen Struktur betonte Wirth, dass die Mitarbeiteranzahl im Rathaus nach seiner Sicht angemessen sei.

Die Personalkosten hingegen seien vor dem Hintergrund unterschiedlicher Gegebenheiten nur schwer vergleichbar. Wirth meinte, dass Unterscheide zu anderen Gemeinden „intern reflektiert“ werden sollten. „Ich denke, man ist hier gut beraten, das hier im Haus abzuklären“, so Wirth, der sich zu diesem Thema keine Einschätzung und keinen Vergleich erlaubte.