Erstellt am 11. Mai 2016, 05:54

von René Denk

Hochbeete installiert. Pflanzen der Beete im Stadtpark sind für jedermann frei verwendbar. Auch Obstbäume sollen gepflanzt werden.

Die Gesunde Gemeinde präsentiert die neuen Hochbeete im Stadtpark, von denen auch genommen und gegessen werden darf. Im Bild: Stadtrat Alfred Sturm, Anneliese Polzer, Veronika Hadl und Eunike Grahofer.  |  NOEN, René Denk
Im Stadtpark und im Schulgarten des Gymnasiums wurden zwei Hochbeete installiert.
Die ehrenamtlichen Helfer der „Gesunden Gemeinde“ mit Stadtrat Alfred Sturm haben dies in Zusammenarbeit mit der Stadtgärtnerei umgesetzt. „Alfred hat schon lange die Idee gehabt, in der Stadt essbare Plätze zu schaffen“, sagt Eunike Grahofer im NÖN-Gespräch. Die Gruppe hat dazu einen Ausflug nach Wiener Neustadt gemacht, wo es dafür schon Beispiele gibt. „Wir haben dort gesehen, was gut funktionieren kann und auch, was weniger gut funktioniert“, so Grahofer.

„Wir wollen das Bewusstsein schaffen, dass es auch im öffentlichen Raum essbare Pflanzen gibt und dass sich die jeder frei nehmen kann. Zur Jausenzeit um neun kann man sich jetzt beispielsweise für das Butterbrot im Park einen frischen Schnittlauch holen“, lacht Sturm. Die Gruppe möchte auch Obstbäume im Stadtpark einpflanzen, solche Bäume gibt es schon beim Kulturschlössl, beim Arbeiterkammerparkplatz und auf der Nordpromenade.

„Im öffentlichen Raum können und sollen die Menschen sich das Obst nehmen. Das ist viel besser, als es einfach verfaulen zu lassen. Wir haben einen wunderschönen Stadtpark, er soll auch wieder belebt werden“, so Sturm. Grahofer ergänzt, dass der Park ein Ort zum Ausruhen und Spazierengehen sein kann. Mit der Maßnahme wolle man dies ins Bewusstsein rufen.

Stadt Waidhofen wird in Buch präsentiert

Mit der Umsetzung schaffte es die Stadtgemeinde auch, vier Seiten über Waidhofen in einem Buchprojekt von Österreich, Deutschland und der Schweiz zu gestalten. „Wir sind die einzige österreichische Stadt oberhalb der Donau, die im Buch ‚Einfach essbar - eine bessere Welt ist pflanzbar‘ vorkommt“, ist die Gruppe der Gesunden Gemeinde stolz. Das Buch wird am 8. Juni präsentiert. Die städtische Gärtnerei hat die Beete aufgestellt und wird auch die Betreuung übernehmen. Die Beete im Gymnasium werden von der Schule selbst betreut.