Erstellt am 17. Februar 2016, 06:14

von Michael Schwab

Keine Rettung mehr für Biber. Tier wurde von Spaziergängerin auf der „Heimatsleitn“ gefunden. Biber konnte nur noch erschossen werden.

Ein Biber wurde schwer verletzt auf der »Heimatleitn« gefunden.  |  NOEN, shutterstock/Michael Ninger

Zu einem ungewöhnlichen Einsatz wurde Amtstierarzt Franz Appel am 8. Februar gerufen. Eine Spaziergängerin hatte gemeldet, dass auf der „Heimatsleitn“ ein schwer verletzter Biber liege. Eigentlich handelte es sich, da der Biber weder ein Haus- bzw. Nutztier noch ein bejagbares Tier ist, um eine Naturschutzangelegenheit.

„Doch der zuständige Biberbeauftragte des Landes war weit weg, weshalb ich den Auftrag bekam, gemeinsam mit dem Jagdausübungsberechtigten die Lage zu beurteilen. Der Biber atmete nur mehr flach und war reglos. Das Tier hatte am hinteren Rücken tief greifende Verletzungen, der aufgeblähte Bauchraum ließ auch auf innere Verletzungen schließen“, berichtet Appel. Die Lage sei aussichtslos gewesen, weshalb er dem Jäger auftrug, den Biber zu erschießen. Appel vermutet, dass das Tier von einem Auto angefahren wurde und sich bis zum Fundort geschleppt hatte.