Erstellt am 09. Oktober 2015, 06:52

von Michael Schwab

Lob für wertvolle Arbeit. Kolpingfamilie Waidhofen feierte 120-jähriges Bestehen und 20 Jahre Kolpingwohnhaus. Musical-Vorführung des Ensembles „b‘sundrig“ war Festakt-Höhepunkt.

Bundesratsabgeordneter Eduard Köck, Kolpingwohnhaus-Leiterstellvertreter Harald Mayer, Kolping Österreich - Geschäftsführer Albert Pribyl, Kolping Österreich - Präsidentin Christine Leopold, Bundespräses Pfarrer Gerald Gump, Kolpingwohnhaus-Leiter Alfred Kasses, Stadtpfarrer Josef Rennhofer, der Vorsitzende der Kolpingsfamilie Waidhofen Heinrich Novotny, Bezirkshauptmann Günter Stöger und Bürgermeister Robert Altschach vor der Ausstellung im Eingangsbereich des Stadtsaals, welche Bilder aus 120 Jahren Kolpingsfamilie in Waidhofen zeigt.  |  NOEN, Michael Schwab

120 Jahre Kolpingfamilie und 20 Jahre Kolping-Wohnhaus in Waidhofen - dieses runde Jubiläum wurde am vergangenen Samstag im Rahmen einer Festmesse in der Stadtpfarrkirche und eines Festakts im Stadtsaal gefeiert.

Silvia Löffelmann führte als Moderatorin durch das Programm, dessen Höhepunkt gleich zu Beginn das Musical „Das kleine Ich bin Ich“, eine Eigenproduktion des Ensembles „b‘sundrig - Menschen mit Behinderung & Freunde“ nach dem gleichnamigen Kinderbuch von Mira Lobe unter der Leitung von Sonja Amann, war.

Starker Zuwachs für Kolpingfamilie

Die Mitwirkenden waren hauptsächlich Bewohner des Kolpinghauses, die seit drei Jahren zusammen mit Nicht-Behinderten trommeln und musizieren. Nach dieser sowohl heiteren als auch nachdenklich stimmenden Darbietung ging Heinrich Novotny, der Vorsitzende der Kolpingfamilie, auf den in den letzten zehn Jahren erfolgten starken Zuwachs von 17 auf 150 Mitglieder ein, der nicht zuletzt durch das Engagement des Leiters des Kolping-Wohnhauses, Alfred Kasses, erzielt werden konnte.

Kasses nutzte die Gelegenheit, um einen Brief der Mutter eines schwer behinderten bolivianischen Mädchens zu verlesen, für das die Kolpingfamilie eine Patenschaft übernommen hat. „Wir schicken jedes Jahr zu Weihnachten 500 Euro, das entspricht dort drei Monatslöhnen, und ermöglichen auf diese Weise Behandlungen, die sonst für die Familie unleistbar wären“, betonte Kasses.

Bürgermeister Robert Altschach ging auf die seit Jahren bestehende starke Zusammenarbeit zwischen Gemeinde und Kolpinghaus ein. „Diese Einrichtung ist seit Jahrzehnten ein nicht wegzudenkender Bestandteil des öffentlichen Lebens in Waidhofen, eine rundum tolle Sache“, hob Altschach hervor. Bezirkshauptmann Günter Stöger lobte die wertvolle Arbeit der Kolping-Mitarbeiter, die das ganze Jahr über geleistet werde, und Bundesratsabgeordneter Eduard Köck meinte, der Erfolg des Kolping-Projekts in Waidhofen gehe Hand in Hand mit den beteiligten Personen dahinter.

Kolping Österreich-Präsidentin Christine Leopold hielt die Festrede. „Häuser entstehen und erhalten sich nicht von selbst. Es braucht immer Menschen, die dahinter stehen und sich einbringen“, gab sie als Gedanken zum 20-jährigen Bestehen des Kolping-Wohnhauses den Besuchern mit auf den Weg.